Schweine korrekt deklariert

Das Kantonsgericht hat einen Futtermittelhändler, einen Stallbesitzer und einen pensionierten Bauern vom Vorwurf des Betrugs und der Urkundenfälschung freigesprochen. Sie haben damit ihre Schweine korrekt deklariert.

Claudia Schmid
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Die Anklage hatte den Bauern unter anderem vorgeworfen, sie hätten das Fleisch von 1308 Schweinen mit einer falschen Herkunftsbezeichnung und falschen Angaben zur Produktionsart in den Lebensmittelkreislauf gebracht. (Bild: URS FLUEELER (KEYSTONE))

Die Anklage hatte den Bauern unter anderem vorgeworfen, sie hätten das Fleisch von 1308 Schweinen mit einer falschen Herkunftsbezeichnung und falschen Angaben zur Produktionsart in den Lebensmittelkreislauf gebracht. (Bild: URS FLUEELER (KEYSTONE))

Die drei Beschuldigten hatten sich gegen das erstinstanzliche Urteil des Kreisgerichts Toggenburg gewehrt. Es hatte sie im Juni 2014 mit bedingten Geldstrafen und Bussen sanktioniert. Die Anklage hatte ihnen unter anderem vorgeworfen, sie hätten das Fleisch von 1308 Schweinen mit einer falschen Herkunftsbezeichnung und falschen Angaben zur Produktionsart in den Lebensmittelkreislauf gebracht. Dadurch seien zwei fleischverarbeitende Betriebe und schliesslich auch die Konsumenten getäuscht worden (vgl. Tagblatt vom 11. Dezember).

Freisprüche gefällt
Futtermittelhändler, Stallbesitzer und Bauer standen am Donnerstag vor Schranken. Am Freitag veröffentlichte das Kantonsgericht St. Gallen seinen Entscheid. Den Futtermittelhändler sprach es in allen Anklagepunkten frei. Er erhält eine Entschädigung und eine Genugtuungssumme. Die Kosten des Untersuchungs- und der Gerichtsverfahren im Umfang von rund 20'000 Franken trägt der Staat.
Der Stallbesitzer wurde ebenfalls von allen Anklagepunkten entlastet. Auch er erhält Entschädigung und Genugtuung. Seine Verfahrenskosten, die der Staat trägt, belaufen sich auf rund 16'000 Franken.

Vorsätzliche Tierquälerei
Der pensionierte Bauer erhält Freisprüche, welche Urkundenfälschung, Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz und Übertretung des Heilmittelgesetzes betreffen. Hingegen erklärte ihn das Kantonsgericht der mehrfachen vorsätzlichen Tierquälerei schuldig. Ihm wurde vorgeworfen, er habe Tiere mit Nabelbrüchen nicht behandelt.

Das Gericht verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 60 Franken mit einer Probezeit von zwei Jahren. Er muss deshalb einen kleineren Teil der Untersuchungs- und Gerichtskosten zahlen. Den grösseren Teil trägt der Staat.

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