Schwarz und weiss im «Roten Platz»

An einer Vernissage im Raiffeisen-Restaurant Roter Platz wurde am Montagabend eine neue Wandgestaltung eingeweiht. Wiederum haben fünf Studierende des Vorkurses für Erwachsene der Schule für Gestaltung das Kunstprojekt realisiert.

Patrick Herger
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Verfremdete Fotografien als Wandschmuck im «Roten Platz». (Bild: Patrick Herger)

Verfremdete Fotografien als Wandschmuck im «Roten Platz». (Bild: Patrick Herger)

An einer Vernissage im Raiffeisen-Restaurant Roter Platz wurde am Montagabend eine neue Wandgestaltung eingeweiht. Wiederum haben fünf Studierende des Vorkurses für Erwachsene der Schule für Gestaltung das Kunstprojekt realisiert.

Eine ganze Wand zur Verfügung

Schon vor Beginn der Vernissage vom Montagabend tummelten sich Kunstbegeisterte jeden Alters vor dem Restaurant Roter Platz. Die Stimmung war heiter, als Lehrgangsleiterin Susann Albrecht kurz darauf das neue Kunstprojekt des gestalterischen Vorkurses für Erwachsene einweihte. Für das Projekt stellte das Restaurant der Raiffeisen-Bank den Studentinnen und Studenten der Schule für Gestaltung eine ganze Wand zur Verfügung.

Zwei Jahre lang war auf dieser Wand ein anderes Kunstprojekt des Vorkurses zu bewundern gewesen: ein Mosaik aus 190 Kacheln, das Gabel, Messer und Löffel abbildete. Bei näherer Betrachtung offenbarten die Kacheln Motive von berühmten Persönlichkeiten wie van Gogh oder Roger Federer.

Verfremdete Fotografien

Jetzt prangen an dieser Stelle vier Schwarzweiss-Fotografien. Die Bilder wurden als Unterwasseraufnahmen geschossen und anschliessend am Computer bearbeitet. Unter Leitung von Stefan Rohner schufen die Studentinnen und Studenten Anna-Lena Zimmermann, Adrien Weber, Eva Wolf und Andrea Butschin das neue Kunstwerk mit dem Titel «Vier vor Fünf». Es soll nun ebenfalls zwei Jahre lang im Restaurant verbleiben. «Das Kunstwerk lässt dem Betrachter viel Raum für Interpretationen», sagte Donata Gianesi, Kunsthistorikerin und Managerin bei Raiffeisen Schweiz, bei der Vernissage.

Diesmal wählten die Raiffeisen-Verantwortlichen ihren Favoriten aus drei Kunstprojekten des Vorkurses aus. «Wichtig für die Entscheidung war auch die Wirkung auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Restaurants, die diese Wand ja jeden Tag vor Augen haben werden», sagte Donata Gianesi. Und auch für das Publikum soll das Gesamtwerk attraktiv wirken.

Öffentliche Kunst

Die Zusammenarbeit mit dem Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum (GBS), zu dem die Schule für Gestaltung gehört, ist gemäss Gianesi auf Initiative eines Mitarbeiters entstanden. Das Kunstprojekt diene als Übung für Studentinnen und Studenten des Vorkurses. Donata Gianesi: «Das Schöne daran ist aber, dass diese Kunstwerke öffentlich zugänglich sind.» 2016 soll die nächste Gruppe von Studierenden ein neues Kunstwerk realisieren können.