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SCHWÄGALP: Neuer Alpstall für 22 Kühe

Auf einer Alp, die der Gemeinde Hundwil gehört, ist dieser Tage ein neuer Kuhstall errichtet worden. Die Gemeinde investiert 300000 Franken.
Roger Fuchs
Auf der Alp «Hinterer Zwei Gemmer» auf der Schwägalp entsteht ein neuer Kuhstall. (Bild: Roger Fuchs)

Auf der Alp «Hinterer Zwei Gemmer» auf der Schwägalp entsteht ein neuer Kuhstall. (Bild: Roger Fuchs)

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Keine zweihundert Meter Luft­linie von der Schwägalp entfernt, war vergangene Woche ein halbes Dutzend Handwerker daran, einen neuen Alpstall für Kühe aufzurichten. Dieser gehört zur Alp «Hinterer Zwei Gemmer», die im Besitz der Gemeinde Hundwil ist. Insgesamt verfügt Hundwil über dreizehn Alprechte. Und auf diese ist man auch stolz, wie Gemeinderat Jakob Knöpfel ausführt. «Die Alpen sind ein Kapital der Gemeinde», sagt er. Und für die Bauern selber seien sie existenzsichernd.

Insbesondere im Tierschutz kamen in den letzten Jahren verschiedene Auflagen dazu, so dass an manchen Orten auf den Alpen Verbesserungen nötig sind. Auf der Alp «Hinterer Zwei Gemmer» war der Kuhstall überdies punkto Bausubstanz dermassen in die Jahre gekommen, dass dieser nun komplett neu erstellt wird. Als Bauleiter und Planer wirkt der Hundwiler Hanspeter Eugster, ein gelernter Zimmermann mit eigenem Landwirtschaftsbetrieb. Dies ist der dritte Stall im Alpstein, den er realisiert. Es handelt sich um einen Kuhstall, in dem während der Sömmerungszeit jeweils 22 Tiere untergebracht sind. Deren Platzverhältnisse entsprachen im alten Bau weder in der Länge noch in der Breite den heutigen Tierschutzvorschriften. Neu wird es gemäss Eugster im Stall auch ein Milchzimmer und ein Abteil für Kälbchen geben, und auf dem Dachboden wird die Streue gelagert werden können.

Nebst dem Tierschutz gilt es beim vorliegenden Projekt mitten im Naturschutzgebiet der Schwägalp auch manche raumplanerische und naturschützerische Auflagen zu erfüllen. Beispielsweise, führt Hanspeter Eugster aus, müssen die Giebeldreiecke geschindelt sein. Und die Zufahrtsstrasse, die bislang halbseitig gekiest war, ist zu einem reinen Steinplattenweg zu machen.

Die Kosten für den neuen Stall belaufen sich auf 300 000 Franken. Die Gemeinde Hundwil wird dieses Geld gemäss Gemeinderat Jakob Knöpfel vorschiessen, jedoch durch den Pachtzins im Verlauf der Zeit wieder zurückbekommen. Überhaupt sei es ganz grundsätzlich so, dass die Alprechte die Gemeindekasse nicht belasten würden. Die Alpen seien selbsttragend, hält Knöpfel fest.

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