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SCHUTT: Mehr Platz für Steinabfall

Die Deponie Tüfentobel benötigt mehr Platz für das Ablagern von Steinen, Beton und anderen Inertstoffen. Die baulichen Massnahmen kosten rund 2,4 Millionen Franken.
Luca Ghiselli
Für Mauerabbruch und Strassenaufbruch soll in der Deponie Tüfentobel bald mehr Platz entstehen. (Bild: Urs Bucher)

Für Mauerabbruch und Strassenaufbruch soll in der Deponie Tüfentobel bald mehr Platz entstehen. (Bild: Urs Bucher)

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

In der Deponie Tüfentobel kommt nicht alles auf einen Haufen. Für sauberes Aushubmaterial, Inertstoffe mit geringem Schadstoffgehalt wie Backsteine oder Ziegel, Schlacken und Reaktorabfälle gibt es jeweils getrennte Kompartimente. Seit Anfang vergangenen Jahres gelten für die Zuteilung des Materials aber strengere Regeln. So muss Aushub neu zu 99 Prozent aus mineralischer Fraktion, zum Beispiel Stein und Sand, bestehen. Zuvor waren es nur 97 Prozent. Das heisst: Alles, was zwischen die beiden Werte fällt, muss neu im Kompartiment für Inertstoffe abgelagert werden.

Dieser Umstand führt im für Inertstoffe vorgesehenen Bereich der Deponie Tüfentobel langsam zu Platzknappheit. «Seit die neue Regelung in Kraft ist, sind die ­Anliefermengen von Inertstoffen sprunghaft angestiegen», sagt Christian Helbig, Bereichsleiter Abfalllogistik und Deponie bei Entsorgung St. Gallen. Bis 2016 betrug die jährliche Anliefermenge rund 60000 Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es 106000 Tonnen und im laufenden Jahr bereits über 90000 Tonnen. Um Gegensteuer zu geben, soll das Inerststoff-Kompartiment erweitert werden. So entsteht zusätzliches Auffüllvolumen von rund 540000 Kubikmetern. Das zusätzliche Volumen ginge zu Lasten des Aushubkompartiments. Das sollte, so die Prognose, den Bedarf bis 2035 abdecken.

Kiessäulen, Drainagen und Trennvlies

Die geplante Erweiterung wurde im August vom kantonalen Amt für Umwelt und Energie bewilligt. Für die Realisierung des Vorhabens beantragt der Stadtrat dem Parlament, einen Verpflichtungskredit von knapp 2,4 Millionen Franken zu genehmigen. Eine ganze Reihe von baulichen Massnahmen sind nämlich nötig, damit das Kompartiment für Inertstoffe gegen Norden erweitert werden kann.

Zunächst muss der Deponiekörper stabilisiert werden. Wie geotechnische Messungen gezeigt haben, bewegt sich das Material auf der Deponie aufgrund von eingeschlossenem Wasser. Um dem entgegenzuwirken, sollen 230 Kiessäulen eingebaut werden, um den Deponiekörper zu stabilisieren. Zudem soll eine Flächendrainage mit Geröll dazu beitragen, dass das Material hält. Um die beiden betroffenen Teilbereiche auch nach der neuen Aufteilung der Deponie richtig zu trennen, ist Abdichtungsmaterial und Trennvlies nötig. Allein dafür sind rund 900000 Franken veranschlagt. Erteilt das Parlament den Kredit, soll bereits im November mit dem Einbau der Kiessäulen begonnen werden, sagt Christian Helbig.

Projekt zur optimalen Auffüllung läuft parallel

Bleibt das Platzproblem im Kompartiment für sauberen Aushub zu lösen. Weil sich dieses sehr schnell füllte, führte die Deponie im Sommer 2016 sogar eine Mengenbeschränkung ein. Die Lage hat sich zwar seither, auch dank des Parallelbetriebs der ­Deponie Unterbüel in Mörschwil, beruhigt. Dennoch besteht nach wie vor Handlungsbedarf. Unter dem Titel «Optimale Auffüllung» laufen hierfür Planungsarbeiten. Sie sind auf die Erweiterung abgestimmt, heisst es in der Vorlage des Stadtrats ans Parlament.

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