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SCHULWEG: Pedibus statt Elterntaxis

Das Thema "Elterntaxis" ist ein Dauerbrenner. Über Sinn und Unsinn sind sich Eltern schulpflichtiger Kinder uneins. Jetzt muss sich der Stadtrat des Themas annehmen.

Es gibt Eltern, die ihre Kinder ausnahmslos zu Fuss zur Schule gehen lassen, und es gibt Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Schule bringen. Den Fussgänger-Eltern sind die Autos in unmittelbarer Nähe der Schule ein Dorn im Auge. Die Fahrzeuge, die vor der Schule parken und wenden, seien ein Sicherheitsrisiko, argumentieren sie. Für die Auto-Eltern wiederum ist das Chauffieren der einzige Weg, um die Kinder sicher zur Schule zu bringen. Nun ist das Thema auch im St. Galler Stadtparlament angekommen. Die beiden SP-Stadtparlamentarierinnen Eva Crottogini und Marlene Bodenmann haben dazu eine schriftliche Interpellation eingereicht.

In ihrem Vorstoss warnen Crottogini und Bodenmann davor, dass die gut gemeinten Elterntaxis vor den Schulhäusern ein Unfallrisiko werden können. Als Alternative schlagen sie die Einführung eines sogenannten Pedibusses vor. Das Konzept des Pedibusses ist, dass die Kinder zu Fuss in die Schule begleitet werden. Fahrplan, Haltestelle und Route werden von den Eltern bestimmt, die sich die Begleitung des Trosses aufteilen. So können mehrere Kinder von einem Erwachsenen auf dem Schulweg begleitet und beaufsichtigt werden. Gemäss Interpellation gibt es in der Schweiz bereits mehr als 1500 solcher Pedibuslinien.

Pedibus als Pilotprojekt starten

Die Interpellantinnen wollen vom Stadtrat wissen, ob in St. Gallen bereits Probleme mit Elterntaxis festgestellt wurden und wenn ja, welcher Art. Zudem wollen sie wissen, ob in der Stadt ein Zusammenhang von Elterntaxis zur Jahreszeit oder Wetterlage festgestellt wurde. Der Stadtrat muss auch zu Gefährdungs- oder Unfallmeldung in Zusammenhang mit Elterntaxis Antworten geben. Aber auch, ob verkehrstechnische Massnahmen wie Halte- oder Fahrverbot ergriffen wurden, die zu weniger Elterntaxis geführt haben.

Die Interpellantinnen interessieren sich zudem dafür, ob als Alternative zu Elterntaxis bereits Versuche mit Pedibussen in der Stadt gemacht wurden und wenn nicht, in welchen Quartieren ein Pedibus als Pilotprojekt eingeführt werden könnte. (rsp)

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