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SCHULKULTUR: Soziale Veranlagung fördern

Die Primarschule Untereggen führt zwei klassenübergreifende Spielvormittage mit ethisch-moralischer Färbung durch. Sie sollen Sozialkompetenzen und die Schulkultur fördern.
Daniela Huber-Mühleis
Kinder können lernen, wie sie ihre Anliegen und Ideen einbringen. (Bild: Daniela Huber-Mühleis)

Kinder können lernen, wie sie ihre Anliegen und Ideen einbringen. (Bild: Daniela Huber-Mühleis)

Daniela Huber-Mühleis

redaktionot@tagblatt.ch

«Spiel und Spass» heisst das Motto der Sonderwoche, die vom 3. bis 6. April im Schulhaus «Spielbüel» in Untereggen für die Kindergärtler und Primarschüler durchgeführt wird. An diesem Freitagmorgen sitzen die Mädchen und Buben in altersdurchmischten Klassen in den Schulzimmern. Es ist der erste Spielvormittag, der als Vorbereitung und Einstimmung auf die Sonderwoche durchgeführt wird. Der zweite Unterrichtstag folgt im März. «Wir wollen an diesen Vormittagen ganz entspannt die Sozialkompetenzen und die Schulkultur fördern wie Rücksichtsnahme, Verständnis zeigen oder einander behilflich sein», sagt Ruth Angehrn, langjährige Primarlehrerin in Untereggen.

Wichtig ist der ganzen Lehrerschaft, dass die Kinder spielerisch lernen, wie sie ihre Anliegen und Ideen einbringen und anderen die eigenen Wünsche und Bedürfnisse mitteilen können. Aber auch Kompromissbereitschaft, Empathie, Kritikfähigkeit, Regelbefolgung und sich in Verzicht üben sind Themen, die den Pädagogen ein grosses Anliegen sind. «Man spürt sehr schnell, welche Kinder eine soziale Veranlagung haben», meint Angehrn.

Begeisterung für Gesellschaftsspiele

«Es macht mir Spass, den Kleinen die Spiele zu erklären», sagt der zwölfjährige Linus Kick, währenddem der Sechsklässler einem Kindergärtler in der Garderobe geduldig aus den Schuhen hilft. Die Lehrerschaft hat die Kinder aufgefordert, eigene Gesellschaftsspiele mitzunehmen und diese den Gspänli zu veranschaulichen. Dank den altersdurchmischten Gruppen soll den Kleinen die Befangenheit vor dem Umgang mit älteren Schülern genommen werden. Mit Begeisterung lassen sie sich ein Quiz sowie eine Partie «Kuhhandel» erklären. Die älteren Kinder fordern wiederum Kollegen zu einer Schachrunde heraus. «Zu Hause spielen wir selten ‹Backgammon›, ‹Stratego› oder ‹Pictionary›», erzählen Buben und Mädchen fast wehmütig ihren Gspänli in den Gruppen. Ziel des Projekts ist auch, dass mit dem traditionellen «Eile mit Weile» oder einem «Memory» die Schüler die Gemeinschaft pflegen und sich näher kennenlernen können. Für die Lehrkräfte sind die Brett- und Kartenspiele ein Gegenpol zur Playstation. Gesellschaftsspiele machen eben nicht nur Spass, sie fördern auch die Entwicklung der Kinder.

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