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SCHULE: Neu, und trotzdem überholt

Auf das kommende Schuljahr werden die beiden Oberstufenzentren in Gossau mit neuen digitalen Wandtafeln ausgestattet. Auch andere «Baustellen» beschäftigen die Schule derzeit.
Angelina Donati
Die digitalen Wandtafeln im OZ Buechenwald bestehen erst seit sieben Jahren – und sind schon veraltet. (Bild: Urs Bucher)

Die digitalen Wandtafeln im OZ Buechenwald bestehen erst seit sieben Jahren – und sind schon veraltet. (Bild: Urs Bucher)

Angelina Donati

angelina.donati

@tagblatt.ch

Das kratzende Geräusch von Kreide auf der Wandtafel gehört sowieso länger der Vergangenheit an. Und selbst auch die digitalen Wandtafeln, die im OZ Buechenwald vor sieben Jahren bestückt wurden, zählen bereits zur alten Technologie. Waren noch vor ­wenigen Jahren Beamer gefragt, sind es heute grosse Flachbildschirme. Derzeit prüft eine Arbeitsgruppe des Schulrats, welche Geräte in den beiden Gossauer Oberstufenzentren eingeführt werden sollen. «Geplant ist, beide Schulhäuser auf das kommende Schuljahr mit neuen digitalen Wand­tafeln auszustatten», sagt Schulpräsident Urs Blaser. «Damit sind beide auf dem gleichen Stand.» Besonders für den Unterricht im OZ Rosenau dürfte die neue Anschaffung eine grosse Veränderung mit sich bringen. Schliesslich gab es im Schulhaus Rosenau, das dieses Schuljahr total er­neuert wird, keine modernen Wandtafeln, wie der Schulpräsident weiter erzählt. Die Schwierigkeit bestehe heutzutage darin, dass selbst die allerneueste Technologie bald auch schon überholt sei und damit der Vergangenheit angehöre.

Für die insgesamt 30 neuen Wandtafeln müsse mit einem Kredit von ungefähr 350 000 Franken gerechnet werden, wie erste Hochrechnungen ergeben haben. Der definitive Betrag wird ins städtische Budget 2018 aufgenommen. Bis Ende Jahr soll abschliessend entschieden sein, auf welche Geräte die Wahl fällt.

Medienpädagogik ­gefragter denn je

Stark eingebunden im Prozess der Wandtafeln ist Medienpädagoge Thomas Dörig. Seit vier Jahren arbeitet er bei der Schule Gossau in einem 60-Prozent-Pensum und in einem etwas kleineren Pensum für die Schule in Flawil. Der neue Lehrplan mit all seinen digitalen Unterrichtsformen bringe Mehrarbeit mit sich, die der Medienpädagoge in seinem Pensum nicht mehr gerecht werden könne, sagt Blaser. Nicht zuletzt generiere auch die Einführung der digitalen Wandtafeln auf der gesamten Gossauer Oberstufe zusätzliche Schulungen und Unterstützungshilfen für Lehrpersonen. «Mit einer einmaligen Instruktion ist es nicht getan. Fragen und Unklarheiten kommen ja meist erst bei der Benutzung auf», sagt ­Blaser. Ebenfalls bis Ende Jahr werde daher entschieden, wie dem Bereich Medienpädagogik künftig gerecht werden kann. Eine Zusammenarbeit mit an­deren Schulen in der Region, ist für den Schulpräsidenten durchaus denkbar. Eine regionale ­Fachstelle sei nicht nur aus Sicht der Finanzierung vorteilhaft, sondern gerade auch wegen der ­Ressourcen.

«Elterntaxis» sind weiterhin nicht erwünscht

Nicht nur die Digitalisierung stelle die Schule vor neue Herausforderungen, sagt Blaser und erzählt von weiteren «Baustellen». Generell muss die Führungsstruktur der Schule neu beurteilt werden. Die Schulordnung aus dem Jahr 2002 sei veraltet. Ein weiterer Workshop in ein paar Wochen soll dazu mehr Aufschluss geben.

Ein anderes Thema sind die Legislaturziele, die der Schulrat ausgearbeitet hat. Dabei erhalten auch die «Elterntaxis» eine ­grosse Beachtung. Der Schul­leiter des Othmar-­Schulhauses, Robert ­Züger, etwa nimmt das Thema während des ganzen Schuljahres in verschiedenen Formen auf. Verboten werden können ­«Elterntaxis» zwar nicht, ein Verbot sei ohnehin nicht der richtige Weg, sagt Blaser. «Unser Ziel ist es, die Eltern zu überzeugen, dass der Schulweg für ihr Kind einen wichtigen sozialen Aspekt enthält», sagt Blaser. «Ausserdem kann es für Kinder auch gefährlich sein, wenn sie sich vor dem Schulhaus zwischen den Autos hindurchschlängeln müssen.» Derzeit werde ermittelt, welche Schulen am meisten davon betroffen sind, um weitere Schritte einzuleiten.

Das zeitlich wohl nahe liegendste Thema, das die Gossauer Oberstufe derzeit beschäftigt, sind die Berufserkundungstage. Zum vierten Mal gehen sie vom 6. bis 8. November über die Bühne. Dabei erhalten rund 140 Schüler der zweiten Oberstufe Einblick in über 60 Berufe in rund 60 ­Gossauer Betriebe. Wiederum wird die Rangliste durch den Berufswunsch Koch und Köchin angeführt.

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