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SCHULE: Mehr Mädchen für die Sek

Der Gossauer Stadtrat und die Maitlisek wollen eine neue Leistungsvereinbarung abschliessen. Es geht um Geld, die Beschulung von Realschülerinnen und mehr Mädchen für das OZ Rosenau.
Johannes Wey
Die Maitlisek ist für die Mehrheit der angehenden Sekundarschülerinnen erste Wahl. (Bild: Benjamin Manser)

Die Maitlisek ist für die Mehrheit der angehenden Sekundarschülerinnen erste Wahl. (Bild: Benjamin Manser)

Die Sekundarschulklassen im Oberstufenzentrum Rosenau sind echte Männerdomänen. Auf zehn Buben kommen gerade einmal vier Mädchen. Der Grund dafür liegt ein paar Hundert Meter weiter südwestlich. Die Maitlisek ist eine beliebte Alternative zur städtischen Oberstufe: 62 Prozent der Mädchen, die in den vergangenen Jahren aus den Primarschulen Gossau und Andwil-Arnegg in die Sekundarschule übergetreten sind, entschieden sich für die Katholische Mädchensekundarschule. Das wirkt sich vor allem in der Rosenau aus, zu deren Einzugsgebiet auch Andwil und Arnegg gehören. Denn der Anteil, der von dort in die Maitli­sek wechselt, ist besonders gross. Im Oberstufenzen-trum Buechenwald ist die Durchmischung hingegen besser.

Vereinbarung bringt mehr Mädchen in die Stadt-Sek

Trotzdem: «Die Geschlechterdurchmischung in unserer Oberstufe ist einseitig», sagt der Gossauer Schulpräsident Urs Blaser. Das sei nicht ideal, auch wenn er keine Kenntnis von negativen Auswirkungen auf den Unterricht habe. Allerdings sei auch ihm zu Ohren gekommen, dass sich Mädchen gerade wegen des hohen Anteils an Buben in der städtischen Sekundarschule für die Maitlisek entschieden hätten.

Eine etwas bessere Durchmischung erhofft sich Blaser durch eine neue Leistungsvereinbarung, für die vergangenen Dienstag im Parlament eine Vorberatende Kommission eingesetzt worden ist («Tagblatt» vom 3. Mai). Die wichtigsten Punkte daraus: Die Maitlisek erhält von der Stadt künftig Beiträge, die sich an den Betriebskosten orientieren. Die Kosten pro Schülerin spielen nur noch eine Rolle, wenn es um die Deckelung des Betrags geht: Für Maitlisek-Schülerinnen soll weniger ausgegeben werden als für städtische Oberstufenschüler. Denn die Maitlisek erhält auch Beiträge von Dritten – von Eltern und vor allem von kirchlichen Institutionen – die vom Beitrag der Stadt teilweise abgezogen werden. Im Gegenzug wird die Maitlisek künftig auch Realschülerinnen aufnehmen. Allerdings sollen nicht mehr als jeweils die Hälfte aller Sekundar- und Realschülerinnen die Maitlisek besuchen. Falls nötig, entscheidet das Los.

Dass in den beiden Klassenzügen der Maitlisek künftig auch Realschülerinnen unterrichtet werden, sorgt automatisch dafür, dass der Mädchenanteil in der städtischen Sekundarschule steigt. «Das Angebot der Maitlisek führt aber zwangsläufig zu einem Ungleichgewicht. Damit müssen wir uns arrangieren», sagt Blaser. Die Beliebtheit dieser Alternative zeige eben auch, dass dort gute Arbeit geleistet werde.

Maitlisek will Planungssicherheit

Die Maitlisek wird also künftig auch Realschülerinnen aufnehmen. Braucht sie aus diesem Grund einen neuen Namen? Das sei im Maitlisek-Schulrat tatsächlich ein Thema gewesen, sagt Präsidentin Birgit Berger-Cantieni. «Wir sehen aber keinen Grund, den Namen aufzugeben.» Schliesslich würden im Bildungswesen Sek und Real in der ganzen Schweiz als Sekundarstufe 1 bezeichnet.

Sie hoffe, dass das Parlament der neuen Leistungsvereinbarung zustimme. «Sie gäbe allen Parteien Planungssicherheit.» Die Stadt wisse, wie viele Schülerinnen die Maitlisek maximal aufnehme, die Schule wäre finanziell abgesichert. In den Verhandlungen sei man der Stadt bewusst entgegengekommen, auch was den Verzicht auf Wachstum angeht. Es sei klar gewesen, dass die Lösung für den ganzen Oberstufenplatz Gossau stimmen müsse. «Politisch wären wir sonst in einer schwierigen Situation gewesen.»

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