Schülerinnen modellieren Masken

Frühlingsferien – lange ersehnt. Der Ferienpass wartet. Angeboten werden verschiedene Kurse für Schülerinnen und Schüler. Einer davon ist ein Maskenbildner-Schnupperkurs.

Claire Micallef
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Frau mit Schnauz: Die Kreativität der Mädchen kennt keine Grenzen. (Bild: Claire Micallef)

Frau mit Schnauz: Die Kreativität der Mädchen kennt keine Grenzen. (Bild: Claire Micallef)

gossau. Licht fällt durch die Fenster, wird von runden Spiegeln reflektiert. Pinsel, Schwämme, falsche Wimpern und Farbpaletten werfen ihren Schatten auf die Tische. Eine Mädchenstimme erklingt, hell und fröhlich. «Das ist aber heiss. Und es juckt.» Das Mädchen rümpft die Nase, betrachtet kritisch ihr Spiegelbild. Ein Schnauz, braun und struppig über der rechten Oberlippe. Die anderen Mädchen drehen sich um, prusten ausgelassen los. Zwei Tage lang haben sie im Rahmen des Ferienpasses Gossau und Umgebung die Tätigkeiten eines Maskenbildners kennengelernt.

1200 Ferienpass-Teilnehmer

Der Ferienpass werde dieses Jahr zum zehntenmal durchgeführt, sagt Angela Solenthaler, Präsidentin des Ferienpasses. Dieser bietet Schülern von der ersten bis zur neunten Klasse verschiedene Kurse und Aktivitäten zur Gestaltung ihrer Frühlingsferien. «Fast 1200 Schüler haben dieses Jahr unser Angebot genutzt», sagt Angela Solenthaler stolz. Von French-Maniküre bis zu Unihockey: Für jeden ist etwas dabei. Sehr gut angekommen seien Fischen, Graffiti und der Waveboardkurs, der dieses Jahr zum erstenmal stattgefunden habe und «genagelt voll» gewesen sei.

Einblick in die Maskenbildnerei

Ebenfalls zum erstenmal wird der Maskenbildner-Schnupperkurs angeboten. Sieben Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren versuchen sich in den Betätigungen eines Maskenbildners. Sie modellieren, knüpfen Perücken, lernen Schminktechniken für die Bühne kennen und lassen dabei ihrer Kreativität freien Lauf. «Ich gebe den Teilnehmerinnen Einblick in meinen Beruf», sagt Sandra Wartenberg, Leiterin des Schnupperkurses. Dieser Beruf werde oft mit «Beauty» in Verbindung gebracht. «Dabei ist Maskenbildnerei ein Handwerk. Unser primäres Ziel ist es nicht, zu verschönern. Meist ist sogar eher das Gegenteil der Fall», sagt Sandra Wartenberg augenzwinkernd.