Schüler lernen im «Schonraum»

Die Schülerverkehrs-Schulungsanlage Schollberg bei Trübbach ist feierlich eingeweiht worden. Im südlichen Kantonsteil gab es diese Art der Verkehrsprävention zuletzt nicht mehr.

Heini Schwendener
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Verkehrsgarten: Schüler üben unter möglichst realen Bedingungen. (Bild: pd)

Verkehrsgarten: Schüler üben unter möglichst realen Bedingungen. (Bild: pd)

TRÜBBACH. Die Schüler der fünften Klasse aus Trübbach pedalten begeistert mit ihren Velos durch den Kreisel, um Verkehrshindernisse, beachteten Signalisationen, stoppten bei Ampeln und zeigten Spurwechsel an. Der Regen tat ihrer Freude keinen Abbruch. Auch die Gesellschaft, die unter schützenden Zeltblachen die offizielle Einweihung der Schülerverkehrs-Schulungsanlage (SVSA) – früher wurde so etwas schlicht Verkehrsgarten genannt – feierte, lenkte die Fünftklässler nicht ab.

Fahrmanöver üben

«Die Verkehrsprävention wird bei uns grossgeschrieben», sagte Bruno Zanga, der Kommandant der Kantonspolizei St. Gallen, bei der Einweihung der SVSA Schollberg auf Sarganser Gemeindegebiet. Zanga bezeichnete die Anlage als «Schonraum», in welchem die Schüler unter möglichst realen Bedingungen verschiedenste Fahrmanöver üben können. Im neuen Verkehrsgarten Schollberg fehlt es an nichts. Bodenmarkierungen, Kreisel, Lichtsignalanlagen und die gebräuchlichsten Verkehrssignale bilden die Grundlage dafür, dass die Verkehrsinstruktoren der Kantonspolizei mit den Schulklassen alle erdenklichen Verhaltensregeln im Strassenverkehr üben können.

Acht Mitarbeitende setzt die Polizei kantonsweit für die Verkehrsinstruktion ein. Die SVSA Schollberg bezeichnete Christian Aldrey, Chef Verkehrspolizei, als «Vorzeigeanlage im Kanton». Erfreut zeigten sich die Verantwortlichen darüber, dass es «im südlichen Kantonsteil endlich wieder eine solche Anlage gibt». Als der Verkehrsgarten beim Strassenverkehrsamt Mels weichen musste, konnte jahrelang kein Ersatz gefunden werden.

Sehr tiefe Anlagekosten

Die heutige Parzelle zwischen Rhein und Autobahn gehört dem Rheinunternehmen. Dank dessen Unterstützung und dank der Mithilfe des Strassenkreisinspektorats konnte eine neue SVSA gebaut und die Anlagenkosten sehr tief gehalten werden. Zudem hat die TCS-Regionalgruppe Sargans-Werdenberg-Fürstentum Liechtenstein etwa 45 000 Franken an deren Realisierung beigesteuert. «Auch uns liegt die Verkehrsprävention am Herzen», sagte TCS-Regionalpräsident Hans Eberli.