Schuberts Forelle entzückte

Beim Kammermusikkonzert mit Schweizer Berufsmusikern auf Schloss Wartegg wurde dem Publikum ein genussvolles Konzerterlebnis mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert beschert.

Theodor Looser
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Boten auf dem Schloss Kammermusik vom Feinsten: Elisabeth Harringer, Claudia Dischl, Daniel Kagerer, Josef Gilgenreiner und Xavier Pignat. (Bild: Theodor Looser)

Boten auf dem Schloss Kammermusik vom Feinsten: Elisabeth Harringer, Claudia Dischl, Daniel Kagerer, Josef Gilgenreiner und Xavier Pignat. (Bild: Theodor Looser)

rorschacherberg. Mit einem Klavierquartett von Wolfgang Amadeus Mozart und dem berühmten Forellenquintett von Franz Schubert gastierten am frühen Pfingstsonntagabend Claudia Dischl (Klavier), Elisabeth Harringer-Pignat (Violine), Daniel Kagerer (Viola), Xavier Pignat (Violoncello) und Josef Gilgenreiner (Kontrabass) auf Schloss Wartegg. Die Pianistin Claudia Dischl ist eine in der Region bekannte Musikerin, sie unterrichtete sechs Jahre an der Pädagogischen Hochschule Rorschach und war Solistin in Konzerten mit dem Orchesterverein Rorschach. Die übrigen Mitglieder des Ensembles kamen aus dem Raum Zürich, sind Musiker beim Tonhalleorchester und der Oper Zürich.

Eingängig und populär

Schon für das erste Stück, das Klavierquartett g-Moll KV 478 von Wolfgang Amadeus Mozart, erhielten die Musiker vom äusserst zahlreichen Publikum sehr viel Applaus. Der bis auf den letzten Platz besetzte Konzertsaal bot einen prächtigen Hintergrund für die mit Leib und Seele musizierenden, dem Geiste Mozarts hingegebenen Künstler. Obwohl das Werk in Moll gesetzt war, zu Anfang fast verzweifelte Komponenten und Emotionen enthielt, hörte es mit einem Dur-Akkord auf. Rückblickend gesehen war diese Musik doch sehr ohrgefällig und eingängig, war nicht so tragisch, wie sie angefangen hatte, fand schliesslich ein positives Ende.

Noch populärer war dann das bekannte Forellenquintett Deutschverzeichnis 667 von Franz Schubert. Sein Markenzeichen waren die sehr unterhaltsamen Variationen im vierten Satz, basierend auf der Melodie aus seinem Lied «Die Forelle».

Angenehm und unterhaltend

Diesem Komponisten zuzuhören, ist angenehm und unterhaltend, er war nicht umsonst vor allem ein Liedkomponist. Ungewöhnlich war auch die Beteiligung eines Kontrabasses, eines der wenigen Werke in dieser Besetzung. Alle Instrumente kamen fast gleichermassen zum Zuge. Die Geige stimmte oft das Thema an, es folgte das Klavier, die Bratsche und das Cello. Die Freude im Publikum an diesem populären Musikstück war gross. Die ausgeprägte Musikalität der Künstler bescherte den Hörern ein genussvolles Konzerterlebnis.

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