Schräge Töne in der Lokremise

Unter dem Motto «Dampf im Kessel» sind die St. Galler Narren am 4. März erstmals in der Lokremise zu Gast. Die Veranstaltung wird getragen von allen Eckpfeilern der lokalen Fasnacht.

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Schauplatz der Fasnachtsnacht: Der Theatersaal 2 in der Lokremise. (Bild: Fredi Kurth)

Schauplatz der Fasnachtsnacht: Der Theatersaal 2 in der Lokremise. (Bild: Fredi Kurth)

Föbüs, Guggen, Schnitzelbänkler. Am Fasnachtsfreitag erhält die Lokremise schrillen Besuch. Das neue Kulturzentrum der Stadt wird von Närrinnen und Narren in Beschlag genommen. Das Kontrastprogramm einer St. Galler Fasnachtsnacht ist angesagt. «Es war auch wieder einmal Zeit, einen Akzent zu setzen», sagt Jörg Krummenacher, der Vize der Vereinigten Guggen St. Gallen. Tatsächlich: Mohrenbälle, Föbü-Abende und die Feste in der Kreuzbleiche-Halle sind verschwunden. Nun soll die Dissonanz der Fasnacht wieder einen Dreiklang erhalten: Freitag Fasnachtsnacht, Samstag Föbü-Verschuss, Sonntag Umzug.

Drei Showblöcke

«Der neue Anlass ist kein Föbü-Abend», betont Peter Stössel, der Kanzler der Föbü. Das besondere ist vielmehr, dass sich alle Akteure der Fasnacht, die Fasnachtsgesellschaft, die Vereinigten Guggen und die Schnitzelbänkler am Anlass beteiligen. Dieser soll im wesentlichen getragen werden von drei Showblocks. Der Abend basiere aber auf den lebendigen Traditionen der St. Galler Fasnacht, dies im 20. Jahr der Gründung der Fasnachtsgesellschaft. Nicht mehr erwünscht sei ein vollgepacktes Programm ohne Atempause. Die Besucher sollen zwischen den Blocks miteinander reden, in der Lokremise flanieren und sich in der Festwirtschaft oder im Restaurant «Lokal» niederlassen können.

«Der einzige mögliche Ort»

Die Lokremise mit ihren technischen Voraussetzungen sei der einzige Ort in St. Gallen für einen solchen Anlass, sagte Krummenacher gestern vor den Medien. Der Vorverkauf beim Theater St. Gallen ist eröffnet. Für den Anlass ist der Theatersaal 2 reserviert, wo 250 Personen Platz haben. Ja, laut wird es werden. Die im Saal 1 vorgesehene Theaterpremiere wurde verschoben. (th)