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Schonungslose Aufarbeitung ist jetzt nötig

Was an der Realschule Buchental passiert ist, ist nur schwer zu verstehen. Auch wenn sich die Lage inzwischen etwas entspannt zu haben scheint, die Turbulenzen sind noch nicht überstanden.
David Gadze

Was an der Realschule Buchental passiert ist, ist nur schwer zu verstehen. Auch wenn sich die Lage inzwischen etwas entspannt zu haben scheint, die Turbulenzen sind noch nicht überstanden. Allein die Tatsache, dass bei einer Aussprache zwischen Lehrkräften und Schulamt 72 Verbesserungsvorschläge resultierten, zeigt, dass im Buchental schon länger einiges im Argen gelegen haben muss. Dass an der Schule so grundlegende Dinge wie Respekt und Anstand der Lehrer untereinander offenbar auf der Strecke geblieben sind, ist das eine. Das andere ist, dass sich viele Lehrer im Stich gelassen fühlen – und zwar nicht nur von den direkten Vorgesetzten, sondern auch und vor allem von der Schulbehörde.

Wenn der neue Schulleiter nun fordert, einen Schlussstrich zu ziehen, ist das legitim. Die Verantwortlichen können jedoch nicht in die Zukunft blicken, ohne sich gleichzeitig eingehend mit der Vergangenheit zu befassen. Die Frage, wie es zu dieser Eskalation kommen konnte, konnten sie nämlich bis heute nicht wirklich beantworten. Ohne diese Antwort dürfte der Schlussstrich aber misslingen. Denn es spricht vieles dafür, dass es sich nicht einfach um Machtspiele einiger störrischer Lehrer gehandelt hat, sondern dass auch in der Verwaltung einiges schiefgelaufen ist – und zwar auf allen Ebenen.

Wichtig ist deshalb eine schonungslose Aufarbeitung der Ereignisse, nicht nur an der Schule, sondern auch im Schulamt. Die Schulbehörde, die in den vergangenen Jahren mehrere personelle Wechsel zu verzeichnen hatte, muss ihre eigene Rolle bei den Geschehnissen kritisch hinterfragen. Denn kommt es zu einer Eskalation wie im Buchental, müssen alle Fakten auf den Tisch gelegt werden. Wie viel Licht die Aufsichtsbeschwerde gegen das Schulamt, welche drei Personen aus dem Buchental beim Stadtrat deponiert haben, ins Dunkel bringen wird, bleibt abzuwarten.

Die Schulleitung muss das Geschehen von jetzt an ganz genau im Auge behalten und für ein normales Arbeitsklima sorgen. Denn die Leidtragenden sind in solchen Situationen am Ende immer die Schülerinnen und Schüler.

davidgadze@tagblatt.ch

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