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«Schon am Fronleichnamstage 1818 marschierten sie dem Militär voraus»

Dorfmusiken, Männerchöre, Turnvereine. Solche Gesellschaften entstanden im frühen 19. Jahrhundert in der Schweiz massenhaft. In Mörschwil war es der Sekretär Martin Bleichenbacher, der 1818 die Bürgermusik gründete. Unter allen Musikvereinen der Schweiz ist er der zwölftälteste Verein.

Bleichenbacher spielte anfänglich mit zwei Schülern Waldhorn ohne Ventil. Später kamen weitere Instrumente dazu: «Klarinetten, ein Fagott, zwei Trompeten ohne Ventile, dann Ventil-Trompeten, Picollo und Trommel», wie Gebhard Wild in seiner Vereinschronik der Bürgemusik Mörschwil schreibt. «Als Bässe wurden schon damals Zugposaunen benutzt.»

«Schon am Fronleichnamstage 1818 marschierten sie in der Prozession dem Militär voraus», ist in der Mörschwiler Gemeindegeschichte von Emil Spiess zu lesen. «Auf Kosten der Gemeinde waren sie festlich gekleidet in weisser Hose, Frack und Zylinder.» Die Zahl der Mitglieder vergrösserte sich schnell. «Bald wurden alle bedeutende Anlässe des Dorfes durch die Klänge der Bürgermusik verschönert.» Die Mitgliederbeiträge seien damals relativ hoch gewesen, man hatte nur wenig finanzielle Unterstützung.

Gebhard Wild hat die Frühgeschichte der Mörschwiler Bürgermusik anhand von Zeitungsberichten und Behördenmeldungen rekonstruiert. Andere Quellen sind nicht vorhanden, denn das Archiv «dieser altehrwürdigen und um das wohl der Gemeinde hochverdienten Gemeinschaft» ging 1871 bei einem Brand im Gasthaus Bären in Flammen auf. (al)

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