Schneegestöber, Sommerwärme und Gewitter

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Ausblick Im zweiten Frühlingsmonat liegt der Luftdruck auch in der Region gemäss den Aufzeichnungen von Meteorologe Christoph Frauenfelder am tiefsten, analog dazu treten Frühlingsstürme auf. Sie bewirken zusammen mit dem hohen Sonnenstand und der noch kühlen Atmosphäre einen turbulenten Wetterablauf. Auch Frühlingsgewitter sind mit dabei. Der April ist in den letzten Jahren am Bodensee wärmer, trockener und sonniger geworden.

Anfang Monat stagniert die Erwärmung. Es ist jetzt kaum noch vereinzelt mit Morgenfrösten zu rechnen. Jeder zweite Tag bringt Regen, ganz selten wirbeln auch noch ein paar Schneeflocken durch die turbulente Frühlingsluft. Hier ist die Streubreite allerdings sehr gross. Sowohl der März als auch noch der Mai können die letzten Schneefälle bringen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 3 und 15 Grad.

Restrisiko für Bodenfrost bleibt

Mitte Monat treibt die Lärche ihre Nadeln hervor, der weisse Schlehdorn blüht bereits und das Wiesenschaumkraut legt zartes lila über die grünenden Wiesen. Die Erwärmung ist sehr gering. Ganz selten gibt es jetzt am Bodensee noch letzten Frost. Das Regenrisiko liegt konstant bei 40 Prozent. Die Bewölkung nimmt weiter ab. Die Luft wird trockener und die Verdunstung aus der Vegetation nimmt zu, die Böden trocknen weiter ab.

Ende April blühen die Kirschbäume und der Löwenzahn. Die Schwalben kommen zurück. Es wird frühlingshaft warm. «In Extremfällen wurde Ende April auch schon ein Sommertag mit 25 Grad registriert», erinnert sich Frauenfelder. Die Niederschlagstätigkeit geht leicht zurück. Im ganzen Jahr ist die Luft nie so trocken wie Ende April. Dies bedeutet eine grosse Verdunstung und trockene Böden. (cf)