SCHNAPPSCHUSS: Eine Fuchsfamilie als Nachbar

Im Garten der Goldacherin Ursula Waldburger befindet sich ein Fuchsbau. Wildhüter Mirko Calderara warnt dringend vor der Fütterung der Wildtiere.

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Die Fuchsfamilie im Garten in Goldach. (Bild: Ursula Waldburger)

Die Fuchsfamilie im Garten in Goldach. (Bild: Ursula Waldburger)

«Es war ein einmaliger Moment», sagt Ursula Waldburger. Sie konnte ihn mit der Kamera einfangen. Die Goldacherin wusste zwar, dass es unter ihrer Garage im Garten einen Fuchsbau gibt. Als aber die Fuchsfamilie an diesem Nachmittag hervorgekrochen kam, war sie doch überrascht. «Das war nach dem Schnee vor knapp zwei Wochen: Als plötzlich die Sonne schien, kam die Mutter mit ihren fünf Jungen hervor», sagt Ursula Waldburger, die an der Seestrasse wohnt.

Waldburger hat zwei Hunde und vermutet, dass sich die Füchsin deshalb nie zuvor blicken liess. Das Bild hat sie von ihrem Haus aus aufgenommen. Über den gelungenen Schnappschuss hat sie sich sehr gefreut: «Ich habe viele Komplimente für mein Bild erhalten.»

Laut Wildhüter Mirko Calderara ist der Wohnort der Fuchsfamilie nicht aussergewöhnlich. «Der Fuchs ist nicht anspruchsvoll und lebt auch im besiedelten Raum», sagt Calderara. So auch die Fuchsfamilie in Goldach, die nur einige Meter von einer befahrenen Strasse entfernt wohnt. Solange die Tiere Nahrung fänden, würden sie auch dort bleiben. Jedoch rechnet Calderara damit, dass die Jungen spätestens im Juli von der Fuchsmutter vertrieben würden und dann ihr eigenes Leben führen müssten.

Wildhüter erteilt absolutes Fütterverbot

Mirko Calderara warnt dringend vor der Fütterung von Füchsen oder ihren Jungtieren und empfiehlt, den Kompost über Nacht abzudecken und allenfalls Geschirr mit Katzenfutter ins Haus zu stellen. «Wenn man die Tiere füttert, werden sie eher zahm», sagt er. Dadurch könnten die Wildtiere rasch lästig oder aufsässig werden und zuschnappen. Sollten sie frech werden, könne man auch den Gartenschlauch zur Wehr einsetzen. (jor)

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