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Schmökern in der Hotellobby

RORSCHACH. Der Verein Buchstadt St.Gallen hat gestern eine Buchbox im Hotel Mozart eingeweiht. Diese Hotelbibliothek im Kleinformat soll Touristen die regionale Buchkultur näherbringen. Das Pilotprojekt dauert ein halbes Jahr.
Linda Müntener
«Mozart»-Gastgeberin Susanne Tobler und Claudius Krucker, Geschäftsführer des Vereins Buchstadt St. Gallen, präsentieren die Buchbox. (Bild: Linda Müntener)

«Mozart»-Gastgeberin Susanne Tobler und Claudius Krucker, Geschäftsführer des Vereins Buchstadt St. Gallen, präsentieren die Buchbox. (Bild: Linda Müntener)

Regale voller verstaubter Bücher, die Hotelgäste dazumal im Zimmer liegen gelassen haben. «Mit diesem Bild verbinden viele Leute eine Hotelbibliothek», sagt Claudius Krucker, Geschäftsführer des Vereins Buchstadt St. Gallen. Das Pilotprojekt «Buchstadt-Hotelbibliotheken» soll dem entgegenwirken und regionalen Lesestoff schmackhaft machen. Unter dem Patronat der Region Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee hat der Verein gestern zwei Buchboxen eingeweiht. Eine befindet sich im Hotel Mozart in Rorschach.

Glasbox als Bibliothek

Hotels wie das «Hof Weissbad» bei Appenzell oder das Kurhaus Oberwaid in Mörschwil bieten ihren Gästen bereits eine Hotelbibliothek an. Nicht jedes Hotel verfüge aber über den Platz und die finanziellen Mittel, um eine eigene Bibliothek zu pflegen, sagt Claudius Krucker. So auch das «Mozart». Deshalb steht dort im Café im Erdgeschoss ab sofort eine Plexiglasbox mit ausgewählten Büchern bereit – Krimis, Gedichtbände, Kinderbücher oder Comics. Die Exemplare werden den Hotels von regionalen Verlagen zur Verfügung gestellt, bei der Auswahl unterstützt Leonie Schwendimann von der St.Galler Buchhandlung zur Rose die Hoteliers. Hotel- oder Cafégäste können während ihres Aufenthalts unverbindlich in den Büchern schmökern. Und wer das angefangene Buch zu Hause fertiglesen will, kann ein Exemplar an der Réception kaufen.

Die Buchkultur pflegen

Das Projekt soll die regionale Buchkultur pflegen und diese Touristen näherbringen. «Mozart»-Gastgeberin Susanne Tobler, die selber gerne liest, war von der Idee auf Anhieb angetan. «Die Buchbox passt gut ins <Mozart>. Viele Cafégäste lesen gerne hier und nehmen oft ihre eigenen Bücher mit.» Die Box sei eine gute Möglichkeit, um die Buchkultur im Alltag zu pflegen und Bücher zu präsentieren. Neben dem Hotel Mozart ist das Hotel Dom mit dem angeschlossenen Kloster-Bistro in der St.Galler Altstadt am Pilotprojekt beteiligt. Der Verein habe bewusst nicht zwei St. Galler Hotels angefragt. «Wir arbeiten überregional», sagt Geschäftsführer Claudius Krucker. Dies bestätigt die Vereinspräsidentin und ehemalige SP-Regierungsrätin Kathrin Hilber. Denn das Buch werde heutzutage in der Öffentlichkeit vernachlässigt. «Wir wollen den Akteuren rund ums Buch eine Stimme geben.» Ein Hotel eigne sich besonders gut als Schaufenster für das regionale Buchschaffen. «Denn kaum jemand packt schwere Bücher in seinen Koffer, wenn er verreist.»

Weitere Hotels ins Boot holen

Die Pilotphase des Projekts dauert ein halbes Jahr. Die Hoteliers testen, ob das Angebot bei ihren Gästen ankommt und ob die Bücherauswahl sowie deren Wechselrhythmus stimmt. Ihre Erfahrungen werten sie dann mit dem Verein Buchstadt St.Gallen aus. «Wir verstehen uns als Dienstleister und sind offen für Ergänzungen», sagt Vereinspräsidentin Kathrin Hilber. Nach allfälligen Änderungen soll das Konzept für weitere interessierte Hoteliers geöffnet werden. Ziel des Vereins ist, dass dereinst in allen Hotels der Region Gäste in einer «Buchstadt-Hotelbibliothek» schmökern können.

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