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SCHLUSSSPURT: Fast alle Zeichen stehen auf Grün

In nur wenigen Tagen wird in Waldkirch über ein bedeutendes Projekt abgestimmt: den Kredit für den Schulhausneubau Breite. Vier Parteien haben die Ja-Parole beschlossen, nur eine ist sich uneinig.
Angelina Donati
Diesen Sonntag entscheidet sich, ob das Primarschulhaus in Waldkirch erneuert und umgebaut wird. (Bild: Urs Bucher)

Diesen Sonntag entscheidet sich, ob das Primarschulhaus in Waldkirch erneuert und umgebaut wird. (Bild: Urs Bucher)

Angelina Donati

angelina.donati

@tagblatt.ch

Das Projekt Breite bewegt. Diskutiert wird allemal. So auch an mehreren durchgeführten Podiumsveranstaltungen. Immer wieder wurde deutlich, dass sich die Mehrheit für den 17,5 Millionen Franken teuren Schulhausneubau ausspricht – eine Minderheit aber will das Projekt nochmals überarbeiten lassen.

Für die enorme Bedeutung des wegweisenden Projektes der Gemeinde scheint es dennoch ziemlich ruhig zu- und herzugehen. Der Präsident des Gewerbevereins Waldkirch-Bernhardzell, Thomas Dörig, erklärt sich dies mit der langen Vorlaufzeit des Projekts. Grundsatzentscheide seien bereits vor der Abstimmung des Planungskredits getroffen worden und die Meinungen daher längst gemacht. Für Dörig steht fest, dass der Bedarf für eine Schulhauserneuerung und -erweiterung ausgewiesen sei. Das aber ist seine persönliche Meinung. Da es bei dieser Abstimmung nicht um einen gewerbepolitischen Entscheid gehe, habe der Gewerbeverein keine Parole gefasst.

«Bei einem Nein gewinnt niemand»

Parolen gefasst haben hingegen die Parteien aus Waldkirch-Bernhardzell. Sowohl FDP, CVP und GLP sagen Ja zum Schulhausneubau – und zwar allesamt einstimmig, wie einige von ihnen auf Anfrage betonen. Die GLP spricht sich zudem für den Zusatzantrag eines Solardachs auf dem Schulhaus aus. Ausserdem ist es der Partei ein Anliegen, dass der alte Kindergarten Steig möglichst schnell einer neuen Nutzung zugeführt werde, zum Beispiel als Bauland für verdichtetes Bauen. Auch der Vorstand der IG Bernhardzell steht einstimmig hinter dem Projekt, wie von Präsident Markus Eigenmann zu erfahren ist. Da die Mitgliederversammlung erst im April stattfinde, gebe es keine Parole. Bei einem Nein gewinne niemand, betont Eigenmann. Die Leidtragenden seien dann die Kinder, genau die eben, die nicht mitentscheiden dürften. Hinter dem Schulhausneubau steht auch der Landverein Tannenberg. Präsident Hans-Jörg Meier sagt, dass an der Hauptversammlung «sehr positiv über das Projekt» gesprochen wurde. Eine Parole habe der Verein nicht gefasst. Schliesslich sei fundiert und oft über das Vorhaben informiert worden, womit für die Bürger eine gute Grundlage geschaffen wurde.

Einzig in Reihen der SVP liess sich kein Konsens finden. «Innerhalb der Partei konnten Befürworter und Gegner gleich viele Stimmen vereinen», so die Partei. Deshalb könne sie keine Abstimmungsparole bekanntgeben. Die Partei kreidet ausserdem den Überfluss an Informationen sowie die Einbindung aller wich­tigen Gruppen an: Durch diese habe die Projektleitung gezielt sämtlichen kritischen Fragen ausweichen können, heisst es.

Rund ein Viertel hat bereits abgestimmt

Jetzt geht es in die heisse Phase: Fünf Tage vor der Abstimmung über den Antrag zum Schulhausneubau Breite sowie über den Zusatzantrag zur Erstellung der Fotovoltaikanlage auf dem Schulhausdach haben bereits 26 Prozent ihr Stimmcouvert abgegeben. Praktisch jeden Tag gab es in etwa gleich viele Einsendungen, wie es auf Anfrage bei der Gemeinde heisst. Auffallend viele aber wurden gestern Dienstag abgegeben: 87 Couverts. Für Gemeindepräsident Aurelio Zaccari ist das Ergebnis nur schwer abschätzbar, wie er sagt. Wie auch bei anderen Abstimmungen, gebe es immer wieder Leute, die ihre Meinung nicht kundtun, und Abstimmungen daher zu einem ganz anderen Ausgang kommen. Trotzdem ist Zaccari zuversichtlich und hofft, dass die Bürger den Anträgen des Gemeinderates zustimmen werden. (ad)

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