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Schlusslicht Muolen hat zugelegt

Während Mörschwil bezüglich Steuerkraft davonzieht, liegt Muolen im Kantonsvergleich im letzten Drittel, was neuste Zahlen zeigen. Gegenüber dem Vorjahr 2014 konnten fast alle Gemeinden an Steuerkraft zulegen.
Sebastian Schneider

Das topographische Gefälle in der Region mag sich in Grenzen halten, das Gefälle in steuertechnischen Fragen allerdings ist immens. Die grossen finanziellen Unterschiede der zwölf Regionsgemeinden macht die Steuerkraft pro Einwohner deutlich. Das kantonale Steueramt hat auf Grundlage der Steuerdaten des vergangenen Jahres und der Einwohnerzahlen per Ende 2014 diesen Wert ermittelt und eine Rangliste aller 77 Gemeinden erstellt. Der Vergleich ist möglich, weil bei der Steuerkraft-Berechnung die Steuerfüsse von Kanton und Gemeinden nicht eingerechnet werden. Als Grundlage dient nur die einfache Steuer, die durch die Einwohnerzahl geteilt wird (siehe Grafik).

Mörschwil zieht allen davon

Unangefochtene Nummer eins auf der St. Galler Kantonsliste ist Mörschwil. Es ist die einzige Gemeinde im Kanton, die mehr als 4000 Franken Steuerkraft pro Person ausweisen kann. Das Schlusslicht der Region ist Muolen mit einer Steuerkraft pro Einwohner von 1817 Franken. Muolen rangiert damit gerade mal auf dem 63. Platz. Die anderen Gemeinden liegen lose verteilt zwischen den beiden Extremen Muolen und Mörschwil. Die durchschnittliche Steuerkraft beträgt 2389 Franken. Mit diesem Wert käme die Region auf Platz 21 zu liegen.

Gaiserwald schneidet von den Nachbargemeinden der Stadt St. Gallen mit Rang 15 am zweitbesten ab. Als nächste Gemeinden folgen Gossau (Rang 22), Berg (Rang 25) und Untereggen (Rang 26). Etwas weiter unter der durchschnittlichen Rangierung liegen Andwil auf Platz 31 und Eggersriet auf dem 32. Rang. Waldkirch (Rang 38), Häggenschwil (Rang 41) und Wittenbach (Rang 46) liegen mit einer Steuerkraft von 1970 bis 2050 Franken pro Einwohner bereits in der unteren Tabellenhälfte.

Tiefe Steuerfüsse helfen

Die Rangierung der Gemeinden zeigt, dass ein tiefer Steuerfuss seine Wirkung erzielt: Mörschwil, Gaiserwald, Gossau und Berg haben die tiefsten Steuerfüsse und die obersten Ränge erreicht. Auf der anderen Seite haben Muolen, Wittenbach und Häggenschwil höhere Steuerfüsse und die schlechteren Rangierungen. Eine Ausnahme bildet Eggersriet, das es mit einem Steuerfuss von 146 Prozentpunkten immerhin ins Mittelfeld schafft.

Finanzkräftige Stadt

Nicht in dieses Bild passt die Stadt St. Gallen. Trotz des dritthöchsten Steuerfusses von 144 Prozentpunkten kann sie die zweitgrösste Steuerkraft pro Einwohner der Region ausweisen. Im Kantonsvergleich liegt sie mit einem Wert von 2820 Franken an sechster Stelle und folgt auf die Steueroasen Mörschwil, Rapperswil-Jona, Tübach, Balgach und Au.

Ein wichtiger Grund für das gute Abschneiden der Stadt sind die juristischen Personen, die in St. Gallen über 15 Prozent der einfachen Steuer ausmachen. Die juristischen Personen in Mörschwil hingegen haben bei der einfachen Steuer einen Anteil von nur rund sechs Prozent. In Gaiserwald ist der Unterschied noch frappanter. Dort machen die juristischen Personen gerade mal etwas mehr als drei Prozent aus.

In der Stadt Gossau kommt die einfache Steuer der juristischen Personen auf fast zwölf Prozent. Aus dem Unterschied zwischen natürlichen und juristischen Personen lässt sich auch der Beschäftigungsgrad ablesen: Die Städte Gossau und St. Gallen haben verhältnismässig deutlich mehr Arbeitsplätze als die umliegenden Gemeinden.

Gemeinden legen zu

Der Vergleich zum Vorjahr 2014 bringt etwas Erfreuliches zu Tage: Fast alle Gemeinden konnten an Steuerkraft zulegen. Muolen verzeichnet mit 8,3 Prozent den grössten Zuwachs, Untereggen mit 7,7 Prozent den zweithöchsten. Steuerkraft verloren haben Andwil (–1,7 Prozent) und Häggenschwil (–0,4 Prozent).

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