SCHLITTSCHUHLAUFEN: Eigene Eisbahn für Bergler

Rorschacherberg soll eine mobile Kunsteisbahn kaufen. Adrian Schmidlin hat eine entsprechende Motion lanciert und hofft auf Zustimmung.

Jolanda Riedener
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Auf dem roten Tartanplatz beim Mehrzweckgebäude Rorschacherberg soll die Eisbahn zum Einsatz kommen. (Bild: Jolanda Riedener)

Auf dem roten Tartanplatz beim Mehrzweckgebäude Rorschacherberg soll die Eisbahn zum Einsatz kommen. (Bild: Jolanda Riedener)

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

Trotz des Schneemangels dieser Tage verschwindet die Lust auf Bewegung im Freien nicht. Statt Skis werden in der Region deshalb Schlittschuhe angeschnallt, um auf den Kufen über dem schwarzgefrorenen Seealpsee oder auf der Kunsteisbahn einige Runden zu drehen.

Mit einer Motion will der Initiant Adrian Schmidlin künftig eine Eisbahn nach Rorschacherberg bringen. Ähnlich wie jene mobile Kunsteisbahn, die demnächst beim Seepavillon in Rorschach in Betrieb genommen wird. «Der rote Platz bei der Mehrzweckhalle eignet sich bestens für eine Kunsteisbahn», weiss der Rorschacherberger, der das Areal bereits mit einem entsprechenden Lieferanten besichtigt hat. Schmidlin ist selbst Eiskunstläufer, betont aber, dass sich das Angebot an ein breites Publikum jeden Alters richtet.

Anlage bleibt vier Monate lang in Betrieb

Die mobile Anlage soll während vier Monaten, jeweils von November bis Februar, betrieben werden. Sie kostet 460 000 Franken. Im Preis enthalten sind unter anderem 260 Paar Schlittschuhe und eine Eisreinigungsmaschine. Diese sei für die Anlage unentbehrlich, da das Eis regelmässig gehobelt, gewässert und geglättet werden müsse. Ansonsten werde die Eisschicht immer dicker, was mehr Strom verbrauche. Hinzukommen jährliche Betriebskosten von 40 000 bis 50 000 Franken. Laut Schmidlin sollen diese Kosten zu je einem Drittel von der öffentlichen Hand, durch Sponsoren sowie durch Einnahmen wie Eintritte und Schlittschuhvermietung getragen werden. Geplant ist ausserdem ein Fondue-Beizli: «Der Musikverein Rorschacherberg würde sich am Betrieb der Beiz beteiligen», sagt Schmidlin.

Als Konkurrenz zum bestehenden Angebot in Rorschach sieht Adrian Schmidlin das Projekt in Rorschacherberg nicht: «Unser Konzept ist ein anderes.» Ausserdem sei die Anlage länger in Betrieb. Der Andrang auf das «Fondue am See» sowie auf Eisbahnen allgemein zeige, dass eine Nachfrage besteht. Bis zum 9. Januar muss er 50 Unterschriften sammeln, damit das Geschäft an der Bürgerversammlung im April behandelt wird. Wird dem Projekt zugestimmt, muss die Gemeinde ein Konzept ausarbeiten. Die Anlage könnte dann im November 2018 in Betrieb genommen werden. Falls das Projekt bei der Bevölkerung grossen Anklang findet, könnte dies vermutlich an der Bürgerversammlung beschleunigt werden. Somit könnte die Anlage bereits im November 2017 zum Einsatz kommen.

Unterschriftenbögen

Exemplare sind unter schmidlin.adrian@gmail.com erhältlich.