SCHLIESSUNG: Post Langgasse retten

Der Quartierverein Nordost-Heiligkreuz hofft, nicht die zweite Poststelle innert weniger Jahre zu verlieren.

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Das Poststellensterben im Heiligkreuz droht sich fortzusetzen. Vor bald fünf Jahren hatte das Quartier bereits eine Poststelle verloren. Anfang Juli 2013 schloss die Post Heiligkreuz nach rund 115 Jahren ihre Türen. Nun steht auch die Zukunft der Post Langgasse auf der Kippe. Sie steht auf der Liste jener sieben Filialen in der Stadt St. Gallen, welche die Post «überprüfen» will. Der Quartierverein Nordost-Heilgkreuz kämpft nun darum, dass die Post Langgasse nicht ebenfalls in eine Agentur umgewandelt oder gar ganz geschlossen wird. Der Vorstand habe sich mit Vertretern der Post zu ersten Gesprächen getroffen, sagte Präsident Markus Morger an der Hauptversammlung vom Donnerstagabend. Konkrete Ergebnisse gebe es derzeit aber noch nicht.

Die Post ist längst nicht das einzige Thema, das den Quartierverein beschäftigt. In den kommenden Monaten kommt auf das Quartier einiges zu: Ende Jahr kommt die neue Buslinie von St. Georgen ins Heiligkreuz (via Bachstrasse). Mit der Stadtverwaltung laufen die Gespräche bezüglich der Umgestaltung der Achse St.-Jakob-Strasse/Langgasse. Und in die Erarbeitung des Masterplans für die Weiterentwicklung des Gebietes rund um den Bahnhof St. Fiden ist das Quartier ebenfalls eingebunden.

Vorstand neu zusammengesetzt

An der Hauptversammlung haben die Mitglieder den Vorstand umgebaut: Paul Steiner, verantwortlich für die Inserate der Quartierzeitung, zog sich nach über 20-jähriger Tätigkeit ebenso zurück wie Aktuar Ernst Schmucki und Revisor Otto Zanotta. Dem Quartierverein ist es jedoch gelungen, die Lücken mit vier neuen Vorstandsmitgliedern mehr als zu schliessen: Sonja Höhener, Xira Zehnder, Wisi Thür und Daniel Steiner, der Sohn von Paul Steiner, wurden einstimmig gewählt. Präsident Markus Morger wurde ebenfalls einstimmig in seinem Amt bestätigt. Neu bildet der bisherige Ersatzrevisor mit Jürg Brunner das Revisorenduo.

Finanziell geht es dem Quartierverein Nordost-Heiligkreuz gut: 2017 erwirtschaftete er gemäss Kassier Axel Koller einen Gewinn von knapp 1500 Franken. Das Vereinsvermögen stieg dadurch auf über 58700 Franken an. (dag)