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Scheinkäufer der St.Galler Polizei schnappen viele Kokainhändler

Mit Kokain-Scheinkäufen geht die St.Galler Polizei seit Mitte 2014 gegen den Drogenhandel vor. Laut dem Sprecher der Kantonspolizei, Hanspeter Krüsi, ist die "Aktion Ameise" erfolgreich. 54 Personen wurden allein im vergangenen halben Jahr festgenommen.
Die Kantonspolizei St.Gallen hat im Rahmen der "Aktion Ameise" viele Kokainhändler festgenommen. (Bild: Susann Basler)

Die Kantonspolizei St.Gallen hat im Rahmen der "Aktion Ameise" viele Kokainhändler festgenommen. (Bild: Susann Basler)

ST.GALLEN.Über die neuste Festnahme berichtete die Kantonspolizei am Freitag: Ein 38-jähriger Mann wurde am Donnerstag in St.Gallen geschnappt, nachdem er einem Scheinkäufer drei Kugeln Kokain für 150 Franken verkauft hatte. Der Drogenhändler stammt aus Nigeria und wohnte in Spanien. Er wurde der Staatsanwaltschaft übergeben.

Der Fall ist typisch für die "Aktion Ameise". Weitaus die meisten Festgenommenen stammten aus Nigeria, sagte Polizeisprecher Krüsi auf Anfrage. Sie seien mehrheitlich in Italien oder Spanien angemeldet. Unter den 54 Personen, die seit Oktober 2015 erwischt wurden, waren auch ein Schweizer, ein Albaner und ein Spanier.

Laut Krüsi geht es immer um Kokaingeschäfte. In der Regel würden Portionen von einem halben Gramm verkauft. Die Händler seien gut organisiert. Häufig schnappt die Falle der Scheinkäufer beim Bahnhof in St.Gallen zu. Auch in Buchs, Sargans oder Rapperswil-Jona kam es schon wiederholt zu Festnahmen.

15 Polizisten speziell ausgebildet

15 Mitarbeiter der St.Galler Stadt- und der Kantonspolizei sind für Scheinkäufe speziell ausgebildet, wie Krüsi der Nachrichtenagentur sda sagte. Die Initiative für Drogengeschäfte dürfe nie von der Polizei ausgehen, sondern müsse immer vom Drogenhändler kommen.

Bereits seit 2003 ging die St.Galler Polizei mit Scheinkäufen gegen Kokainhändler vor. Im Jahr 2008 stoppte das Bundesgericht mit einem Urteil die "Aktion Ameise". Seit Mitte 2014 sind die Scheinkäufe durch zivile Polizeibeamte wieder erlaubt.

Die Polizei will damit die Verfügbarkeit von Drogen erschweren und das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung verbessern. Auch in den Kreisen der Drogenhändler mache die Sache sicher die Runde, sagt Krüsi. Wie nachhaltig die "Aktion Ameise" langfristig ist, sei schwer zu sagen. (red.)

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