SCHAUFENSTER: Viehschauen in der Stadt

Diese Woche finden in St. Gallen die traditionellen Viehschauen statt. Rund 400 Tiere werden daran teilnehmen.

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St. Gallen ist die achtgrösste Stadt der Schweiz – und in Städten haben Stiere, Kühe, Rinder nichts verloren. Die gehören aufs Land. Das Vorurteil ist – wie so manch anderes auch – falsch: St. Gallen ist nicht nur eine Stadt, sondern immer noch eine Bauerngemeinde. Ende 2016 gab’s hier noch 45 Bauernhöfe mit Rindviehhaltung. Das sind mehr als in manch kleinerer Bauerngemeinde «auf dem Land». Was Wunder also, dass sich auch in der Stadt landwirtschaftliche Traditionen erhalten haben. Wie etwa die Viehschauen, die bei Städterinnen und Städtern jeden Herbst auf grosses Interesse stossen. Da tut sich jeweils für Gross und Klein ein Schaufenster auf die Landwirtschaft auf.

Stadtpolizei ruft zur Rücksichtnahme auf

Diese Woche ist es wieder soweit: Morgen Mittwoch sind den ganzen Tag über zehn Bauern mit rund 300 Tieren im Tal der Demut bei St. Georgen anzutreffen. Am Freitag dann findet die Viehschau beim Schlössli Haggen statt. Hier werden gemäss Mitteilung der Stadtpolizei drei Bauern mit rund 100 Tieren erwartet. Kuhherden durch den Stadtverkehr zum Ort einer Viehschau zu treiben, ist alles andere als ein Vergnügen. Daran erinnert die Polizei in ihrer Mitteilung ebenfalls. Sie ruft Autofahrerinnen und Autofahrer daher auf, speziell Rücksicht auf die Tiere zu nehmen. Wer in eine Kuhherde gerate, solle doch bitte anhalten und warten, bis die Tiere vorbeigezogen seien. Die Herden sind vor der Viehschau jeweils ab 8.30 bis 10 Uhr sowie nach der Viehschau ab 15 Uhr auf den Strassen unterwegs. (stapo/vre)