SCHAFSRISSE: St.Gallen gibt Problemwolf zum Abschuss frei

M75 geht es an den Kragen: Nach den Kantonen Graubünden und Tessin erlaubt auch der Kanton St.Gallen das Abschiessen des Wolfes. Über 50 Schafe hatte das Tier in den vergangenen Monaten gerissen.

Drucken
Teilen
Der Wolf M75 hat in den vergangenen Monaten über 50 Schafe gerissen. Als dritter Kanton erlässt nun auch St.Gallen gegen ihn eine Abschussverfügung. (Symbolbild) (Bild: Benjamin Manser)

Der Wolf M75 hat in den vergangenen Monaten über 50 Schafe gerissen. Als dritter Kanton erlässt nun auch St.Gallen gegen ihn eine Abschussverfügung. (Symbolbild) (Bild: Benjamin Manser)

Das Muster sei immer das gleiche, heisst es in einer Medienmitteilung der St.Galler Staatskanzlei: "Der Wolf überspringt den Weidezaun oder sucht gezielt nach einer Lücke und reisst in unmittelbarer Nähe der Ställe mehrere Schafe mitten aus der Herde." Mit diesem Vorgehen hat M75 in den Kantonen Graubünden, Tessin,  Thurgau  und Zürich seit Januar dutzende Tiere gerissen, gemäss DNA-Analysen waren es über 50.

Auch im Kanton St.Gallen biss M75 im April zu. "Wegen des angetroffenen Tatbestandbildes handelt es sich mit grösster Wahrscheinlichkeit um M75", heisst es in der Medienmitteilung weiter. Hier stehen zwar die DNA-Auswertungen noch aus, doch "St.Gallen liegt nachweislich im Streifgebiet des Wolfes" und es lasse sich nicht voraussagen, ob das Tier das Gebiet verlässt.

Die Abschussverfügung wird am Montag im Amtsblatt veröffentlicht. Begründet wird sie mit dem erheblichen Schaden, den der Wolf an Nutztieren angerichtet hat. Selbst der WWF sieht keine andere Option, als den Wolf zu töten. Wie die Organisation vergangene Woche mitteilte. Allein die Zahl der Nutztierrisse in Graubünden reiche aus, um einen Abschuss zu verfügen.  (red.)