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SCHÄDEN: Der Frost: St.Galler Weinernte so schlecht wie zuletzt 1981

Die diesjährige Weinlese im Kanton St.Gallen ist klein, aber fein: Seit dem letzten starken Frostjahr im Jahre 1981 sind nie mehr so wenig Trauben gelesen worden. Dank des schönen Wetters im Oktober konnte trotzdem eine gute Weinqualität eingebracht werden.
Aus Blauburgunder-Trauben wird der Pinot Noir gemacht. (Bild: Reto Martin (Symbolbild))

Aus Blauburgunder-Trauben wird der Pinot Noir gemacht. (Bild: Reto Martin (Symbolbild))

Die rote Hauptsorte Blauburgunder (Pinot Noir) erreichte 91 Grad Oechsle. Die 431'751 Kilogramm Trauben ergaben 3238 Hektoliter Wein. Das ist rund die Hälfte des langjährigen Durchschnitts, wie die Fachstelle Weinbau des Landwirtschaftlichen Zentrums in Salez am Dienstag mitteilte.

Die ersten Blauburgunder-Trauben wurden bereits am 13. September gelesen, auf Parzellen, die nicht durch den Spätfrost geschädigt waren. Die letzten Trauben wurden am 29. Oktober geerntet. Damit habe für die rund 400 Winzer im Kanton St.Gallen eine ungewöhnlich lange Weinlese, deren Ursachen in den Spätfrostschäden zu suchen seien, abgeschlossen werden können.

Die weisse Hauptsorte, der Müller-Thurgau (Riesling-Silvaner) erzielte gute 76 Grad Oechsle. Die Erntemenge liegt bei 80'234 Kilogramm Trauben, was 642 Hektoliter Wein entspricht. Der diesjährige Ertrag der Sorte Müller-Thurgau liegt knapp 60 Prozent unter dem langjährigen Mittel.

Chardonney hat gelitten

Neben diesen beiden Hauptsorten wurden auf 25 Prozent der Rebfläche verschiedene Spezialitäten wie Chardonnay, Sauvignon blanc oder Diolinoir in optimaler Qualität geerntet. Die Erträge lägen bei den weissen wie auch bei den roten Sorten weit unter dem Durchschnitt, heisst es weiter.

Es sei auffallend, dass einige neuere pilzwiderstandsfähige Sorten wie beispielsweise die Sorte Johanniter weniger stark vom Frost heimgesucht wurden als andere Sorten. Am meisten unter den Spätfrostschäden hat die weisse Sorte Chardonnay gelitten. (sda)

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