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Sauguet

Aus einer Notwendigkeit ist eine Tradition geworden – die Metzgete. Dieses Wochenende veranstalten die Bratpfännli-Hobbyköche ihre «Kultmetzgete». Auch Veggies sind eingeladen.
Franca Hess
Blut- und Leberwürste, Sauerkraut und Kartoffeln: Zurzeit ist Metzgete angesagt. (Bild: Trix Niederau)

Blut- und Leberwürste, Sauerkraut und Kartoffeln: Zurzeit ist Metzgete angesagt. (Bild: Trix Niederau)

Herbst ist Schlachtplattenzeit – die Metzgete ist ein traditioneller Brauch aus früherer Zeit. Damals wurden die Tiere vor dem Winter geschlachtet, damit sie nicht durchgefüttert werden mussten. Weil man seinerzeit wenig hatte, wurde alles verwertet. Vom Schweineschwanz bis zum Rüssel und alles, was dazwischenliegt. Die Innereien und das Blut sind nicht lange haltbar. Deshalb wurden diese sofort verwertet und in den Gasthöfen angeboten. Heute ist die Metzgete längst keine Notwendigkeit mehr, trotzdem lockt sie weiterhin viele Fleischliebhaber in die Restaurants – auch in der Region Rorschach.

Im Winter 1983 ist aus der Langeweile der 13 Fussballer des FC Rorschach der Hobby-Kochclub Bratpfännli entstanden. 33 Jahre später zählt der Verein 20 Mitglieder und trifft sich achtmal im Jahr in der Schulküche Steig zur «Chochete». Früher hätten sie Catering angeboten und seien für Veranstaltungen wie Hochzeiten zu buchen gewesen, erzählt Alex Graf, Präsident des Vereins. Heute haben die Hobbyköche sich auf zwei grosse Veranstaltungen beschränkt. Zum einen laden sie im Frühling zur «Presto Pasta» ein, zum andern können sich Fleischliebhaber auf die Metzgete Ende Oktober freuen.

Dieses Jahr findet die Bratpfännli-Metzgete zum siebten Mal im Restaurant Englers am See statt. Die Hobbyköche sind aber nicht nur in der Küche anzutreffen, sondern bringen das Gekochte gleich selbst an den Tisch. Für die Getränke sorgt der Wirt des Hauses. Das Bratpfännli kassiert die Speisen, die Getränke kommen dem Wirt zugute – eine Win-win-Situation.

Kleine Portionen als Erfolgsrezept

Der Kochclub serviert kleine Portionen. So haben Gäste die Möglichkeit, von verschiedenen Gerichten zu probieren. «Nach diesen zwei Tagen bin ich jeweils fix und fertig und freue mich darauf, selber eine Metzgete zu besuchen», sagt Graf. Doch oft werde er enttäuscht. Zu grosse Portionen seien eher abschreckend: «Gerade wegen der kleineren Portionen kommen auch Frauen sehr gerne zu unserer Metzgete.» Falls Vegetarier entgegen all ihrer moralischen Wertvorstellungen trotzdem teilnehmen möchten, können sie sich einen Vegiteller bestellen. «Der läuft aber nicht gut», lacht Graf. Die Bratpfännli-Metzgete sei inzwischen zur «Kultmetzgete» geworden. Die Hobbyköche achten auf gute Qualität und der Anlass ist sehr volkstümlich. Serviert werde ausschliesslich Schweinefleisch und das Fleisch komme grösstenteils aus der Region. «Wir bieten aber originale Saucissons aus dem Waadtland an, die sind einfach besser», sagt Graf. Ebenfalls aus der Romandie stammt ihr Werbeplakat. Es ist vom Künstler Jean-Pierre Corpataux alias Boucher Corpaato mit dem Metzgermesser gemalt worden.

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