Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

SANIERUNG: Ein Millionenprojekt als Zwischenschritt

Der Schulrat Andwil-Arnegg will den Trakt C im Schulhaus Ebnet für über vier Millionen Franken erneuern. Die grosse Schulhausfrage kann er noch nicht klären.
Sebastian Schneider
Der Trakt C des Schulhauses Ebnet in Andwil ist in die Jahre gekommen. (Bild: Ralph Ribi (30. März 2015))

Der Trakt C des Schulhauses Ebnet in Andwil ist in die Jahre gekommen. (Bild: Ralph Ribi (30. März 2015))

ANDWIL-ARNEGG. Während der mögliche Schulstandort in Arnegg Zündstoff für politische Diskussionen bleibt, will der Ende Jahr zurücktretende Schulpräsident Emanuel Kummer wenigstens ein wichtiges Projekt in trockene Tücher bringen. Der Trakt C des Schulhauses Ebnet, der seit seiner Fertigstellung im Jahr 1975 keine grössere Erneuerung erfuhr, soll renoviert werden. Am 27. November stimmen die Schulbürgerinnen und Schulbürger über eine entsprechende Vorlage an der Urne ab. Am Montagabend gab es die Möglichkeit, sich das Projekt näher zeigen zu lassen.

Projekt abgespeckt

«Wir haben gewettet, wie viele Bürger heute erscheinen werden», sagt Emanuel Kummer am Anfang des Abends. Ob die rund 30 Anwesenden seinen Erwartungen entsprechen, lässt er allerdings offen. So oder so kann er an diesem Abend ein Projekt präsentieren, hinter dem der Schulrat voll und ganz stehen kann. Das sah im Frühling noch anders aus. «Das Projekt, wie es kurz vor der Bürgerversammlung Anfang April noch stand, war massiv teurer als das jetzige», sagt Kummer. Wie viel das Vorhaben gekostet hätte, will der Schulrat nicht bekanntgeben. Jedenfalls habe man gemerkt, dass die Pläne noch nicht reif genug waren, um sie den Stimmbürgern präsentieren und vorlegen zu können. Kurzfristig wurde beschlossen, das Projekt überarbeiten zu lassen. Nun soll der Trakt C auch in Zukunft keinen Lift haben. «Mit diesem Verzicht können viele bauliche Eingriffe verhindert werden», sagt Kummer. Der Liftschacht hätte nämlich seinen Platz beansprucht und etwa die Lehrertoiletten in den Keller verdrängt. Sollte es Schüler im Rollstuhl geben, wäre das betrieblich auch ohne Lift zu lösen, versichert Kummer, der in der Fragerunde darauf angesprochen wird.

Gleichwohl gehe man bei der Sanierung, die insgesamt 4,25 Millionen Franken kostet, «gründlich dahinter», heisst es am Abend. Architekt Daniel Cavelti zeigt Visualisierungen von den geplanten Korridoren. Die Fenster sollen in Zukunft bis zum Boden reichen und so erheblich mehr Licht in die Gänge lassen. Der Fensterfront entlang sind Pulte mit Laptops aufgestellt. «Der Raum kann auch dank neuer Brandschutzvorschriften besser – auch pädagogisch – genutzt werden», erklärt Cavelti. Natürlich werde die Schulanlage auch energetisch saniert. Und eine Aluminiumfassade werde den Trakt sauber und visuell unauffällig einkleiden.

Abwarten, was in Arnegg passiert

Der Zeitplan hat sich durch das Abspecken des Renovierungsprojekts ein weiteres Mal verzögert. Geplanter Baustart ist nun im Sommer 2018. Erst dann können die betroffenen Arnegger und Andwiler Schüler im Schulhaus Lindenberg in Gossau unterrichtet werden. «Bis Sommer 2018 brauchen die Gossauer das Schulhaus selber», erklärt Kummer. Container, als Alternative zur Einmietung, wären zu teuer.

Kummer betont am Abend, dass die Sanierung nichts mit dem Schulhaus Otmar zu tun hat, das 1877 erbaut wurde und ziemlich sicher neu erstellt werden muss. Damit kann Emanuel Kummer eine wichtige Frage in seiner Amtszeit nicht mehr beantworten. Ob er absichtlich auf Zeit spielte, um seinem Nachfolger Christoph Meier das heisse Eisen zu überlassen? «Mir ist wichtig, die Sanierung des Trakts C mit einem klaren Status übergeben zu können», sagt Kummer. Der Ersatz für das Schulhaus Otmar sei eine Frage, die noch nicht beantwortet werden könne, da in Arnegg grosse Überbauungen angedacht seien. «Wir können nicht abschätzen, was für einen Einfluss die bauliche Entwicklung in Arnegg auf die Schülerzahlen hat.» Darum sei es besser abzuwarten. Die Erfahrung in Berg SG gibt Kummer recht. Dort wurden bei der Schulhaussanierung grosse Überbauungen nicht berücksichtigt. In der Folge musste das angenommene Projekt sistiert werden, ein zweites wurde an der Urne abgelehnt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.