Sanieren trotz Fusionsabstimmung

Der Schulrat Andwil-Arnegg bereitet eine Vorlage für die Sanierung des Mittelstufentrakts im Schulhaus Ebnet vor. Die Zeit drängt, weil die Zwischenlösung in Gossau nur kurz verfügbar ist. Ob mit oder ohne Fusion, die Sanierung ist nötig.

Johannes Wey
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Der Mittelstufentrakt des Schulhauses Ebnet soll saniert werden. Das Projekt ist von der Fusionsabstimmung im Februar nicht betroffen. (Bild: Ralph Ribi)

Der Mittelstufentrakt des Schulhauses Ebnet soll saniert werden. Das Projekt ist von der Fusionsabstimmung im Februar nicht betroffen. (Bild: Ralph Ribi)

ANDWIL. Ob die Schulgemeinde Andwil-Arnegg weiter besteht oder in einer mit Andwil fusionierten Stadt Gossau aufgeht, wird erst Ende Februar entschieden. Dennoch gleist die Schulgemeinde nun ein Bauprojekt auf, das nach der Fusionsabstimmung angegangen und noch vor dem allfälligen Start der fusionierten Gemeinde abgeschlossen werden soll: Der Mittelstufentrakt C des Ebnet-Schulhauses soll saniert werden. Und das schon im Schuljahr 2016/2017, wenn es nach dem Willen des Schulrats geht.

Architekturaufträge vergeben

Sanierungsbedarf und fehlender Schulraum treiben den Schulrat schon länger um. Der Investitionsbedarf ist auch einer der Hauptauslöser für das Fusionsprojekt AndGo. Die Beantwortung der Frage, ob der Ersatzbau für das Otmarschulhaus in Andwil oder in Arnegg stehen soll, wurde bis nach der Fusionsabstimmung verschoben. Die Sanierung des Ebnet-Mittelstufentrakts hingegen sei «dringend, allgemein akzeptiert und unabhängig vom Resultat der Vereinigungsabstimmung», teilte der Schulrat diesen Sommer mit. Nun liess er verlauten, dass er die Architekturleistungen für Planung und Ausführung vergeben hat.

Stadt Gossau machte Vorprojekt

Auch ohne Fusion ist die Zusammenarbeit der Schulgemeinde mit den Politischen Gemeinden Andwil und Gossau eng. Ein Beispiel dafür ist, dass das Vorprojekt für die Sanierung vom Hochbauamt Gossau ausgearbeitet wurde. «Wir hätten ohnehin eine Bauherrenvertretung beiziehen müssen. Unsere Wahl, um diese Dienstleistung einzukaufen, fiel auf das Hochbauamt», sagt Schulgemeindepräsident Emanuel Kummer. Die Kosten für das Vorhaben sind noch nicht bekannt, als grobe Schätzung nennt er drei bis vier Millionen Franken. Im Rahmen des Projekts soll der Trakt aus den 1970er-Jahren komplett saniert werden, Unterricht ist dann nicht möglich. Das erklärt auch das enge Zeitfenster, das sich der Schulrat gesetzt hat: Im Schuljahr 2016/2017 würden Räume in Gossau zur Verfügung stehen. Diese sind ein Jahr später bereits wieder besetzt, da die Schule Gossau dann ihrerseits Provisorien braucht. Dann will sie nämlich das OZ Rosenau sanieren und erweitern. Provisorien in Gossau bedeuten für die Andwiler und Arnegger Primarschüler einen längeren Weg. Wie eine Transportlösung aussehen könnte, wird laut Kummer ebenfalls abgeklärt.