SANDZEIT: Es kann losgehen

Im August wird Rorschach zum Sand-Mekka. Gestern wurde der Sand für das Sandskulpturen-Festival gebracht, heute beginnen die Aufbauarbeiten für die Beachtour.

Rudolf Hirtl
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René Koller, unter anderem für Bauten und Transporte zuständig, dirigiert den Lastwagen zu einem der zehn Bauplätze. (Bild: Rudolf Hirtl)

René Koller, unter anderem für Bauten und Transporte zuständig, dirigiert den Lastwagen zu einem der zehn Bauplätze. (Bild: Rudolf Hirtl)

Föns Gschwend lenkt den tonnenschweren Vierachser der Gerschwiler AG mit viel Gefühl über die schmale Uferpromenade. Millimeterarbeit ist nötig, damit er die Fracht an Lampen, Bänken und Mauern vorbei, nur wenige Zentimeter vom See entfernt, sicher zur Arionwiese bringt. Dort leert er an jedem der zehn Plätze den bei der Kiesgewinnung in Mörschwil gewonnenen, leicht lehmigen Sand aus. Gesamt verwandeln die Zweierteams aus sechs Nationen ab kommenden Samstag über 200 Tonnen Sand in jene filigrane Kunstwerke, die seit 18 Jahren Massen an Besucherinnen und Besuchern ans westliche Seeufer locken.

Neue Teams und neue Technik

«Survival of the fittest», also «Der Stärkste überlebt», ist die diesjährige Vorgabe von Urs Koller, Initiant und künstlerischer Leiter des Festivals. Man kann zweifellos gespannt sein, wie einige der weltbesten Carver, wie die Sandkünstler in der Szene bezeichnet werden, dieses Thema umsetzen werden. Es lässt auf jeden Fall viel Spielraum für spektakuläre Arbeiten. Dmitriy Klimenko und Ivan Zverev aus Russland haben vergangenes Jahr bei Jury- und Publikumspreis abgeräumt. Neben den Titelverteidigern werden auch bekannte Gesichter, wie Ludo Roders, Anique Kuizenga, Helena Bangert, Wilfred Stijger und Edith van de Wetering zu sehen sein. Allesamt mehrmalige Preisträger in Rorschach. Das erste Mal dabei sind Ruslan Arslanbaev und Evgenii Tarnopolskii (beide Russland), Yevhen Polunin und Vadim Parkhomenko, sowie Oleksiy Poda und Bogdan Kutsevych (alle Ukraine). Ihre eingereichten Skizzen zum Thema haben Koller davon überzeugt, sie an den Bodensee zu holen. Einen besonderen Dank richtet er an die Stadtführung. Diese hat nämlich veranlasst, dass Strom und Wasser unterirdischen verlegt wurden. Ein Grossteil der «hässlichen» Leitungen, wird das Festivalbild so nicht mehr verunstalten.

Rudolf Hirtl

rudolf.hirtl@tagblatt.ch

Hinweis

www.sandskulpturen.ch