SANDSKULPTUREN: Fotokunst in der Morgenstunde

Fotogen waren sie bereits vorher. Durch die Lichtinstallation vom Kunstverein Rorschach erstrahlen die Sandskulpturen jedoch im besonderen Glanz. Entstanden ist dabei eine sehenswerte Fotoserie.

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Die Zeit eilt, denn der Sonnenaufgang kündigt sich bereits an. (Bild: Christof Sonderegger)

Die Zeit eilt, denn der Sonnenaufgang kündigt sich bereits an. (Bild: Christof Sonderegger)

Der Andrang am Wochenende war gross. Viele Leute marschierten zu den Sandskulpturen, betrachteten die unterschiedlichen Motive und vertieften sich in die Mottos der Künstlerinnen und Künstler. Doch auch in den frühen Montagmorgenstunden ist den Skulpturen keine Ruhe vergönnt. Bereits vor der Dämmerung werden Kabel verlegt, Lampen montiert und Zäune weggeräumt. Christof Sonderegger, offizieller Projektfotograf des Kunstvereins Rorschach, arbeitet unter Zeitdruck. Wenige Minuten bleiben, um den Übergang der Dunkelheit bis zur Morgendämmerung festzuhalten. Mithilfe seines Sohnes und Vorstandsmitglied Paul Etter als Assistenten soll die Morgenstimmung am See samt Skulpturen auf unvergesslichen Bildern festgehalten werden. Unter dem wachsamen Auge des Foto-Clubs Rorschach versuchen sie, die Figuren mit unterschiedlichen Farben und Effekten ins beste Licht zu rücken.

Grund dafür ist das 100-Jahr- Jubiläum des Kunstvereins Rorschach, der unter dem Motto «Lichtjahr 2017» diverse Aktionen durchführt. Hierzu erscheint anfangs 2018 ein Buch, das einen Einblick in die Geschichte des Kunstvereins, aber auch in einzelne Anlässe des Jubiläumsjahres gewährt. Natürlich möchte sich der Kunstverein laut Aussage von Thomas Widmer «nicht mit fremden Anlässen brüsten». Da das Sandskulpturenfestival jedoch von der regionalen Agenda nicht wegzudenken sei und einen hohen Stellenwert unter der Bevölkerung geniesse, dürfe auch dieser Event mitsamt Lichteffekten nicht in der beabsichtigten Illustration fehlen. So werde beispielsweise auch der regionale Anlass «Stärnäwäg» im November vom Kunstverein für ihr Projekt genutzt.

Der Chef hat’s erlaubt

In Absprache mit Festivalinitiant Urs Koller wurde also frühmorgens gewaltet und mit mehreren Blitzlampen hantiert. Je nach Skulptur gebrauchten die Kunstschaffenden teilweise durchdacht oder spontan vor Ort andere Lichtfarbfilter. Entstanden ist eine Serie von Fotos, welche die unterschiedlichen Thematiken der Figuren eindrücklich hervorhebt.

Rahel Winter

redaktionot@tagblatt.ch

Hinweis

Die Fotoserie erscheint in einem Buch anlässlich des «Lichtjahres 2017». Weitere Informationen auf: www.sandskulpturen.ch;www.lichtkunstprojekt-rorschach.ch