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Sandrine Benz ist zurück

Die Steinacher Triathletin Sandrine Benz musste diesen Sommer mehrere Wettkämpfe absagen und konnte lange kaum trainieren. Nun meldet sich die bald 31-Jährige mit einem Sieg beim Rhyathlon in Balgach zurück.
Raya Badraun
«Das gibt mir die Sicherheit, dass es geht», sagt Sandrine Benz über ihren ersten Rang beim Rhyathlon in Balgach. (Bild: Raya Badraun)

«Das gibt mir die Sicherheit, dass es geht», sagt Sandrine Benz über ihren ersten Rang beim Rhyathlon in Balgach. (Bild: Raya Badraun)

TRIATHLON. Der Himmel über Balgach ist grau an diesem Sonntag, die Wiese auf dem Sportplatz vom Regen durchweicht. Als Sandrine Benz als erste Frau im Ziel eintrifft, nieselt es noch immer. Doch das widrige Wetter stört sie nicht. Lächelnd steht Benz im Zielgelände. Sie wirkt gelöst. Noch am Tag zuvor hatte sie sich Sorgen gemacht. Würde alles klappen? Der Rhyathlon war immerhin ihr erster Wettkampf nach einer langen Verletzungspause.

Alles begann mit einem Sturz Ende April. Wenn sie daran zurückdenkt, schüttelt sie noch immer den Kopf. «Dass ich beim Joggen so schwer stürzen kann, hätte ich nicht gedacht», sagt Benz. Bei einer Baustelle stolperte sie über eine Bodenwelle und landete mit voller Wucht auf dem Boden. Vom Sturz trug sie aber nicht nur Schrammen davon. Das Ausmass der Verletzung zeigte sich erst nach einer einwöchigen Pause. Als sie wieder mit dem Training begann, tauchten Schmerzen im Fuss auf. Benz probierte alles aus: Salben, Physiotherapie, Massagen. Nichts nützte. «Es wurde gar noch schlimmer», sagt sie.

Wettkampfabbruch in Rimini

Trotz den Problemen nahm Benz am 24. Mai in Rimini bei der Halbdistanz-EM teil. Als sie vom Schwimmen auf die Velostrecke wechselte, wurden die Schmerzen jedoch zu gross. Doch nicht nur der Fuss behinderte sie. Ihr war bei den regnerischen Verhältnissen schlicht zu kalt. «Mein Körper war nicht bereit», sagt sie. «Er war total geschwächt.» Sie brach den Wettkampf ab und trainierte danach nur noch im Schwimmbecken. Anfang Juni hörte sie auch damit auf. In diesem Moment überkam sie eine riesige Erschöpfung. Über Wochen verbrachte sie viele Stunden schlafend. «Es war fast so, als hätte ich in den vergangenen zwei Jahren meine Batterien aufgebraucht», sagt Benz. Die bald 31-Jährige reiste oft umher, bestritt viele Wettkämpfe und arbeitete daneben 80 Prozent und mehr als Sportlehrerin. «Mein Körper hatte kaum Erholungszeit», sagt Benz. Diese nahm er sich nun. Trotz der schwierigen Zeit stellte sie sich nie die Sinnfrage. «Mir war klar, dass es weiter geht», sagt sie. «Ich musste nur darauf warten, bis der Tag X kommt, an dem ich wieder trainieren will.» Ende Juli war es soweit.

In St. Moritz wollte Benz ursprünglich ein Trainingslager absolvieren. Da es ihr bei der Abreise jedoch noch immer nicht besser ging, wollte sie die Zeit im Engadin wenigstens für Ferien nutzen. «Ein Tapetenwechsel würde mir sicher gut tun», dachte sie sich. Als Benz jedoch im Schwimmbad am Beckenrand stand, kam die Freude plötzlich zurück. «Ich wollte wieder schwimmen und hatte auch die Kraft dazu», so die Steinacherin.

Im Schwimmen gar noch besser

Seit drei Wochen trainiert Benz nun fast schmerzfrei. Ihre Fitness sei gut, sagt sie. Im Velofahren und Schwimmen sei sie gar stärker als vor einem Jahr. Dies verdankt sie auch ihrer guten Vorbereitung im vergangenen Winter. Beim Joggen hält sie sich hingegen immer noch zurück und trainiert vor allem auf dem Crosstrainer, mit dem es keine Schläge auf die Gelenke gibt. Dennoch zeigte sie am Rhyathlon eine gute Leistung. «Dass gibt mir die Sicherheit, dass es geht», sagt Benz. Dies ist im Hinblick auf ihre beiden Saisonhöhepunkte wichtig. In einem Monat tritt sie in Chicago im Sprint und über die Olympische Distanz zur ITU-WM an, zwei Wochen später startet sie an den Europaspielen der Amateure. Die Kraft dafür hat sie diesen Sommer getankt.

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