Säntisblick als Monotypie

Ursula Englers Jahresgabe an die Mitglieder des Kunstvereins zeigt die Silhouette des Hausberges der Künstlerin, wie man sie vom Appenzeller Vorderland aus sieht.

Peter Beerli
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Alpstein mit Säntis, wie ihn die Künstlerin vom Vorderland aus sieht. (Bild: Monotypie von Ursula Engler)

Alpstein mit Säntis, wie ihn die Künstlerin vom Vorderland aus sieht. (Bild: Monotypie von Ursula Engler)

RORSCHACH. Das Schaffen der Heidler Künstlerin Ursula Engler ist vom Säntis geprägt. Immer wieder hat sie den Berg fotografiert oder auf ihren Block skizziert. Auf Aquarellen, die zu Geschenkkarten werden, gibt sie die verschiedenen Stimmungen farblich wieder. Als sie den Auftrag bekam, die Jahresgabe für den Kunstverein Rorschach zu schaffen, dachte sie sofort an den Säntis.

Ein Unikat für jedes Mitglied

Doch es hätte eine Überforderung bedeutet, 150 Aquarelle zu schaffen. So entschied sich die Künstlerin für die Monotypie. In aufwendiger Arbeit versah sie die Blätter mit den Hintergrundfarben, um mit Hilfe von Schablonen auf jedem mit andern Farbtönen die Silhouette des Säntis aufzutragen. So entstanden Unikate, die Stimmungen des Berges, wie man sie vom Appenzeller Vorderland aus geniesst, wiedergeben.

«Säntis ist mehr als ein Berg»

Zur Übergabe der Jahresgabe waren über hundert Mitglieder ins Schulgebäude Mariaberg der Pädagogischen Hochschule gekommen. Dias vom Berg im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten und von Ursula Englers Aquarellen wurden auf Leinwände übertragen. Martin Engler, der als Lehrer in Heiden wirkt, erklärte die Bedeutung des Säntis in der Gesellschaft und in Sagen, machte klar, dass die Spitze, auf welcher sich die Kantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden und St.

Gallen treffen, «weit mehr bedeutet als ein gewöhnlicher Berg». Die Präsentation, für deren Technik Sohn Peter im Einsatz stand, wurde mit feiner Appenzeller Volksmusik untermalt.

Jährlicher Anlass

Schliesslich wechselte man in die von Vorstandsfrauen adventlich geschmückte Mensa, um den jährlichen Dezemberanlass des Kunstvereins bei Wein und Leckereien ausklingen zu lassen.