«Sändele» wie die Profis

Auf der Arionwiese in Rorschach zaubern Sandkünstler ihre Werke in den Sand. Doch nicht nur professionelle «Sändeler» arbeiten diese Woche an Figuren. Eine Gruppe von HPV-Künstlern arbeitet minutiös an einem Küken aus Sand, das aus dem Ei schlüpft.

Christoph Renn
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Mit viel Gefühl wird aus Sand ein Ei geformt. (Bild: Christoph Renn)

Mit viel Gefühl wird aus Sand ein Ei geformt. (Bild: Christoph Renn)

RORSCHACH. Millimeter um Millimeter, Schicht um Schicht: Eine Gruppe vom HPV Rorschach steht im Schatten der Sonnenschirme auf der Arionwiese und baut an einem Ei, aus dem ein Küken schlüpft – einem Ei aus bröckligem Sand. Das Werk steht direkt neben den Figuren der Sandkünstler aus aller Welt. «Diese Arbeit braucht viel Feingefühl», sagt Luzia Hassler, Mal- und Kunsttherapeutin des HPV Rorschach. «Ich finde die Arbeit mit Sand einfach super», sagt eine der Nachwuchskünstlerinnen.

Zmittag mit den Profis

Doch bevor es an den Feinschliff des Eies gehen konnte, musste am Mittwoch der Sand gepresst und gewässert werden. «Diese Arbeit war sehr anstrengend», sagt Luzia Hassler. Immer wieder hiess es, in einen Kubus aus Holz Sand zu leeren, ihn mit einem schweren Eisenstab niederzudrücken und mit Wasser zu beträufeln. «Der gemeinsame Zmittag mit den Profis hat aber die Strapazen vergessen lassen.»

Der Kontakt mit den Künstlern aus aller Welt sei sodann auch das schönste für die Künstlerinnen und Künstler des HPV Rorschach. «Die Stimmung auf der Arionwiese ist einfach genial, die Gruppe sprüht richtig vor Energie und geht im Prozess auf», schwärmt Hassler. Es sei für die Teilnehmer ein guter Unterbruch des Alltags und der Arbeit. «Alle sind sehr konzentriert, und jeder Handgriff muss stimmen.»

Eine strenge Arbeit

Dass der HPV Rorschach ein Teil des Sandskulpturen-Festivals sein kann, hat er seinem Küchenchef zu verdanken. Er kochte schon früher fürs Festival, und in diesem Jahr verköstigt er mit dem HPV Rorschach das Sandskulpturen-Festival. «Festivalorganisator Urs Koller hat uns mit offenen Armen empfangen», sagt Hassler.

Das Ei ist noch nicht ganz fertig. Doch zuerst gibt es etwas zu trinken und eine kleine Verpflegung. «Es ist schon noch streng», sagt eine HPV-Künstlerin und strahlt über beide Wangen.

Luzia Hassler Mal- und Kunsttherapeutin des HPV Rorschach (Bild: ren)

Luzia Hassler Mal- und Kunsttherapeutin des HPV Rorschach (Bild: ren)