Rundgang durch die Stadtkultur

ST.GALLEN. In St.Gallen ging die Museumsnacht über die Bühne. Der Anlass ist ein Schaufenster nicht nur für Museen, sondern auch für viele andere Kulturinstitutionen der Stadt. 35 davon nahmen in diesem Jahr teil.

Reto Voneschen
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Eröffnungsfeier im Museum im Lagerhaus: Peter Maurer führt eine seiner phantasievollen Musikmaschinen vor. (Bild: Reto Voneschen)

Eröffnungsfeier im Museum im Lagerhaus: Peter Maurer führt eine seiner phantasievollen Musikmaschinen vor. (Bild: Reto Voneschen)

Vom Samstag, 18 Uhr, bis am Sonntag, 1 Uhr, standen in der ganzen Stadt Museen, Bibliotheken, Archive, der Botanische Garten, Galerien, Ateliers, einige Kirchen, aber auch die Universität oder der Frauenpavillon im Stadtpark offen. Viele Institutionen warteten einerseits mit laufenden Ausstellungen auf, die meisten boten darüber hinaus Programme speziell für die Museumsnacht. Ein besonderes Highlight waren in diesem Jahr die Aktivitäten im Rohbau des neuen Naturmuseums im Neudorf. Jedes Mal ein Publikumsmagnet ist der Mitternachtsguss in der Kunstgiesserei im Sittertal.

Immer einer der Höhepunkte: Der Mitternachtsguss in der Kunstgiesserei. (Bild: Ralph Ribi)
24 Bilder
Gespannt verfolgen die Besucherinnen und Besucher den Mitternachtsguss. (Bild: Ralph Ribi)
Einblicke in die Kunstbibliothek. (Bild: Ralph Ribi)
Vor der Eröffnungsfeier im Museum im Lagerhaus wird Stadtpräsident Thomas Scheitlin mit dem Museumsnachtbändel ausgestattet. (Bild: Reto Voneschen)
Ein Besucher besichtigt eine Auswahl von Gipsmodellen und Bronzen von Bildhauer Hans Josephson. (Bild: Ralph Ribi)
Auch in der St.Laurenzenkirche gab es etwas zu erleben. (Bild: Ralph Ribi)
Interessierte Besucher in der neuen Indianer- und Inuitausstellung im Völkerkundemuseum. (Bild: Ralph Ribi)
An der Museumsnacht gab es auch für die Kleinen etwas zu erleben. (Bild: Ralph Ribi)
Im Völkerkundemuseum. (Bild: Ralph Ribi)
Das Historische und Völkerkundemuseum strahlt blau in den nächtlichen Stadtpark. (Bild: Reto Voneschen)
Der Mitternachtsguss in der Kunstgiesserei. (Bild: Ralph Ribi)
In der Baubar im Rohbau des Naturmuseums dienen Zügelschachteln als Sitzgelegenheiten. (Bild: Reto Voneschen)
Immer ein Publikumshit: Das Präparieren von Fossilien im Rohbau des neuen Naturmuseums. (Bild: Reto Voneschen)
Auch kleine Institutionen, wie das Seifenmuseum, waren gut besucht. (Bild: Reto Voneschen)
Vasco Hebel, der jüngste St.Galler Museumsdirektor, in seinem Seifenmuseum in Aktion. (Bild: Reto Voneschen)
Aug in Aug mit einem Dinosaurier im Naturmuseum. (Bild: Ralph Ribi)
Kinder in der Schatzkammer im Keller des Naturmuseums. (Bild: Ralph Ribi)
Schnappschuss in der Orangerie des Botanischen Gartens. (Bild: Ralph Ribi)
"Heisses Eisen": Eine Performance im Frauenpavillon von Andrea Vogel. (Bild: Ralph Ribi)
Gebannt verfolgen die Anwesenden die Vorführung im Frauenpavillon. (Bild: Ralph Ribi)
"Es werde Licht": Ausstellung im Kunstmuseum. (Bild: Ralph Ribi)
Rundgang im Rohbau des neuen Naturmuseums. (Bild: Ralph Ribi)
Besucherinnen und Besucher nehmen den Rohbau des neuen Naturmuseums unter die Lupe. (Bild: Ralph Ribi)
Eröffnungsfeier im Museum im Lagerhaus: Peter Maurer führt eine seiner phantasievollen Musikmaschinen vor. (Bild: Reto Voneschen)

Immer einer der Höhepunkte: Der Mitternachtsguss in der Kunstgiesserei. (Bild: Ralph Ribi)


Lernen, staunen, begegnen
In allen Ansprachen an der Eröffnungsfeier der Museumsnacht wurde über die Zukunft der Museen sinniert. Sie seien in den letzten Jahren vom Ort des stillen Betrachtens zum Ort der Wissensvermittlung mit modernen Methoden, zu Orten der Begegnung, der Diskussion und des Staunens geworden. Die Museen seien so auch zu gesellschaftlichen Treffpunkten geworden, sagte etwa Barbara Affolter, die Präsidentin des Trägervereins der Museumsnacht. Und dieser Anlass passe ausgezeichnet zum neuen Profil der Museen: Er lade zum Schauen und Staunen, aber eben auch zur Begegnung ein.

Mit Klängen durch die Nacht

Dieses Jahr stand die St.Galler Museumsnacht, es war bereits die elfte, im Zeichen des Klangs. Kanonendonner, Alphornklänge, das Bellen von Böcken und anderes führten die Zuschauerinnen und Zuschauer durch die Nacht. Erwartet wurden rund 5500 Personen.

35 grosse, kleine und auch ganz kleine Kulturinstitutionen waren bis 1 Uhr geöffnet. Das Programm war genau so vielfältig wie die Zusammensetzung der Teilnehmer. Angebote gab es dabei nicht nur für Erwachsene, auch Kinder und Jugendliche waren an der Museumsnacht gut aufgehoben. Und natürlich konnte man an den meisten Veranstaltungsorten auch essen und trinken.

Mehr in der «Ostschweiz am Sonntag» vom 6. September und im «St.Galler Tagblatt» vom 7. September.

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