Rund 300 Unterschriften gesammelt

Am Samstag haben Mitglieder des Initiativkomitees mit der Unterschriftensammlung für die Abstimmung über den Durchgangsplatz für Fahrende begonnen. Während zweier Stunden versammelten sie sich mit Unterschriftenbögen und Plakaten vor dem Coop in Gossau.

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Florian Kobler Vorsitzender Initiativkomitee (Bild: pd)

Florian Kobler Vorsitzender Initiativkomitee (Bild: pd)

Am Samstag haben Mitglieder des Initiativkomitees mit der Unterschriftensammlung für die Abstimmung über den Durchgangsplatz für Fahrende begonnen. Während zweier Stunden versammelten sie sich mit Unterschriftenbögen und Plakaten vor dem Coop in Gossau. Vorsitzender des Komitees und SP-Fraktionspräsident Florian Kobler ist sehr zufrieden.

Wie viele Unterschriften wurden gesammelt?

Insgesamt haben etwa 300 Leute das Initiativbegehren unterschrieben. Sie unterstützen unser Anliegen, im Industriegebiet Gossau-Ost/St. Gallen-West einen Durchgangsplatz für Fahrende zu schaffen.

Das ist ja fast die Hälfte der Unterschriften, die nötig sind, um eine Volksabstimmung zu ermöglichen.

Das stimmt. Wir freuen uns sehr über die hohe Beteiligung und die vielen positiven Rückmeldungen. Das Interesse war sehr gross. Einige Leute kamen eigenständig auf uns zu. Auch Autofahrer hielten extra kurz an, um zu unterschreiben. Trotz des guten Starts sind wir aber noch nicht am Ziel.

Die Feedbacks waren also durchgehend positiv?

Sehr positiv, ja. Es zeigte sich aber auch, dass Aufklärungsarbeit nötig ist. Nach wie vor gibt es Unklarheiten und Gerüchte. Einige Passanten waren nicht informiert, dass der Platz für zehn Wohnwagen und für die Bedürfnisse der Schweizer Fahrenden ausgerichtet ist. Auch dass man sich anmelden und Miete zahlen muss, ist vielen nicht bekannt.

Gab es auch kritische Stimmen?

Einige Passanten, die wir angesprochen haben, sagten, dass sie unser Vorhaben nicht unterstützen wollen. Die Diskussionen verliefen allesamt friedlich, und ich hoffe, dass wir die Vorurteile entkräften konnten. Die Sensibilisierung auf das Thema ist auch im Hinblick auf die Volksabstimmung wichtig.

Wie geht es nun weiter?

Bis zum Ende der Sammelfrist werden wir verschiedene Kanäle nutzen, um mindestens 700 Unterschriften zusammenzubringen. Geplant haben wir zudem einen Postversand in alle Gossauer und Arnegger Haushalte. (ad)