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RÜCKBLICKRÜCKBLICK: Die Betreiber geben auf

Der Skilift steht vor dem Aus. Die Aktiengesellschaft hat beschlossen, sich aufzulösen. Eine Einigung mit dem Grundstückbesitzer sei nicht in Sicht.
Astrid Zysset
Der Betrieb des Skilifts in Trogen wird vermutlich nun nach 48 Jahren eingestellt. (Bild: APZ)

Der Betrieb des Skilifts in Trogen wird vermutlich nun nach 48 Jahren eingestellt. (Bild: APZ)

Astrid Zysset

redaktiongo@tagblatt.ch

Der Skilift Trogen steht vor dem Aus. An einer ausserordentlichen Generalversammlung der Skilift Trogen-Breitenebnet AG, die den Skilift seit 1970 betreibt, wurde entschieden: Die Gesellschaft wird aufgelöst und liquidiert. Hintergrund ist ein jahrelanger Rechtsstreit mit dem Landwirt, auf dessen Boden der Skilift steht. Diese Situation sowie «die mangelnde Verhandlungsbereitschaft der Gegenseite», so Verwaltungsratspräsident Caspar Auer, haben die AG zum Schritt veranlasst.

Auer selbst kommentiert diese Konsequenz beinahe emotionslos. Er wirkt müde, abgekämpft ob der ewigen Streitigkeiten. «Mir tun einfach die Kinder leid. Ich kann, wenn ich Skifahren will, mich ins Auto setzen und das nächste Schneesportgebiet ansteuern. Aber die Kinder hier in der Gemeinde können das beispielsweise an einem Mittwochnachmittag natürlich nicht.» Hundertprozentig ist das Aus des Skilifts aber noch nicht.

Zumindest die 240 Mitglieder umfassende Interessensgemeinschaft «IG Erhaltung unseres Skilifts Trogen», die sich im vergangenen Jahr formierte, hat noch Hoffnung auf eine Einigung zwischen den Parteien. Initiant Ernst Carniello möchte das aber derzeit nicht kommentieren. Auer würdigt zwar die Bestrebungen der IG, kann dem Optimismus aber nichts abgewinnen. «Der Landwirt möchte nicht verhandeln. Also wird sich auch nichts ändern.» Anfang Dezember trafen sich die Parteien letztmals zu einer Aussprache vor dem Vermittleramt. Vergeblich. Der Landwirt habe nochmals deutlich zum Ausdruck gebracht, dass es eine Einigung für ihn nicht gibt, so Auer. Der Vermittler habe schliesslich die Bewilligung zur Klage auf Abbruch des Skilifts erteilt. Diese hat der Landwirt bislang noch nicht eingereicht. Denn: Gerüchte um die Auflösung der AG machten die Runde. Gerüchte, die sich nun bewahrheitet haben.

Skilift wird demnächst abgebaut

Die Liquidation ist bereits im Handelsregister vermerkt. In den kommenden Wochen werden die Liquidatoren ein Inventar erstellen, was alles veräussert werden kann. «Einzelne Skiliftbetreiber haben bereits Interesse angemeldet», so Auer. Vor Ostern passiere aber noch nichts, da der Lift nach einem Sturmschaden zuerst provisorisch repariert werden muss, damit die Bügel demontiert werden können. Und als letzter Schritt wird schliesslich die AG aufgelöst. Möglich wäre anschliessend, dass ein Verein oder eine Genossenschaft das Anliegen eines Skilifts in der Gemeinde wieder aufnimmt. «Dann aber sicher mit neuen Betreibern. Der jetzige Verwaltungsrat hat definitiv genug», so Auer. Der Landwirt selbst war gestern nicht erreichbar.

Die Skilift Trogen-Breitenebnet AG verfügt über kein eingetragenes Recht für den Bestand der Skiliftanlage, der Beleuchtungsmasten und der Pisten auf dem Grundstück. Entsprechende Vereinbarungen wurden nie erstellt, weshalb man auf den guten Willen der Landbesitzer angewiesen war. Der jetzige Besitzer möchte, um seine Schafe zu schützen, aber sichere Zäune aufstellen. Damit wäre unklar, wer die Haftung bei Unfällen übernimmt. (asz)

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