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RÜCKBLICK: Am See war es zu warm

Der Dezember hat am Bodensee zwar winterlich begonnen, der Monat war hier aber überdurchschnittlich warm. Damit tanzt die Region schweizweit aus der Reihe.
Andreas Walker
Der Dezember war am Bodensee überdurchschnittlich warm und sonnig. Gestern hat das Wetter aber gezeigt, dass es auch anders kann. Die Temperaturen sanken rasch, starker Wind liess den Bodensee gegen die Rorschacher Hafenmauern branden. (Bild: Urs Bucher)

Der Dezember war am Bodensee überdurchschnittlich warm und sonnig. Gestern hat das Wetter aber gezeigt, dass es auch anders kann. Die Temperaturen sanken rasch, starker Wind liess den Bodensee gegen die Rorschacher Hafenmauern branden. (Bild: Urs Bucher)

Andreas Walker

redaktionot@tagblatt.ch

Frau Holle hatte Timing bewiesen: Am 1. Dezember, genau zum meteorologischen Winterbeginn, gab es Schnee. Ein Tiefdruckgebiet brachte ihn über Westeuropa bis in die tiefen Lagen der Alpennordseite. In der Region Rorschach zeigte sich eine verzuckerte Landschaft. Vom 2. bis zum 7. Dezember war ein Hochdruckgebiet wetterbestimmend. Es brachte am Bodensee oft Hochnebel und in den Bergen Sonnenschein. Am 4. Dezember floss entlang der Ostflanke des Hochdruckgebiets vorübergehend feuchte Nordatlantikluft zu den Alpen. Diese brachte erneut Schnee bis in tiefe Lagen – so auch am Bodensee.

Zwischen dem 8. und 16. Dezember dominierten westliche Winde die Witterung und brachten am See stürmisches Wetter mit viel Niederschlag. Am 17. und 18. Dezember floss aus Norden feuchte Polarluft zur Schweiz. Dabei fiel in höheren Lagen fast täglich Neuschnee. Kurz nach Monatsmitte lagen in den Alpen verbreitet über 170 Prozent der normalen Schneemengen.

Ein sonniges Jahresende

Vom 19. bis am 25. Dezember stand die Schweiz vorwiegend unter Einfluss eines Hochdruckgebiets. Als Folge davon herrschte am Bodensee manchmal zäher Hochnebel, während in den Bergen die Sonne lachte.

Feuchte Atlantikluft aus Nordwesten unterbrach das Hochdruckwetter ab dem Abend des 21. und am 22. Dezember. Aus Hochnebel wurde im Bodenseegebiet Regen- und Schneewetter. Die letzten Tage des Monats waren dann teilweise wieder sonnig und aussergewöhnlich warm. So klang das Jahr aus, als ob der Frühling Einzug gehalten hätte. Die riesigen Berge von Schnee waren weggeschmolzen und die Wiesen präsentierten sich in einem satten Grün.

Nach Angaben von Meteo Schweiz betrug die durchschnittliche Dezembertemperatur am Bodensee 1,7 Grad. Sie war damit 0,2 Grad zu warm. Anders im Rest der Schweiz: Die Monatstemperaturen lagen im Dezember 2017 im landesweiten Mittel 0,7 Grad unter der Norm 1981–2010. Auf der Alpensüdseite und in Berglagen bewegte sich der Monat sogar 1 Grad oder mehr unter der Norm. Die West- und Nordwestschweiz registrierte Dezembertemperatur im Bereich der Norm.

Mehr Schnee und Regen

Die Schweiz erlebte mehrheitlich einen winterlichen Dezember. In den meisten Gebieten fielen überdurchschnittliche Niederschlagsmengen. In den Bergen gab es reichlich Neuschnee. Viel Niederschlag verzeichnete die Ostschweiz. In St. Gallen fiel mehr als doppelt so viel wie in einem durchschnittlichen Dezember. Am Bodensee betrug die Niederschlagsmenge 113 Liter pro Quadratmeter, was satten 152 Prozent des Durchschnitts entspricht. In höheren Lagen, wo bis am 30. Dezember der Niederschlag fast immer als Schnee fiel, gab es zum Teil Rekordschneemengen. Am Jahresende gab es vom Wallis bis zum Alpstein doppelt so viel Schnee wie sonst. Verbreitet lagen oberhalb von 2000 Metern über Meer mehr als 2 Meter Schnee.

Die Sonnenscheindauer jedoch blieb vielerorts unter der Norm, genau wie die Temperaturen. Auch hier bildet die Region Bodensee eine Ausnahme. Hier schien die Sonne im ganzen Monat 45 Stunden lang. Das entspricht 118 Prozent des langjährigen Mittels für den Dezember.

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