Rotstift bei St.Galler Mittel- und Hochschulen

ST.GALLEN. Gut 9 Millionen Franken spart der Kanton St.Gallen ab 2016 bei der höheren Bildung. Zwei Standorte der Wirtschaftsmittelschule in Heerbrugg und Wattwil werden geschlossen, Beiträge an Hochschulen zusammengekürzt. Das hat der Kantonsrat mit dem «Sparparket III» beschlossen.

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Die Wirtschaftsmittelschulen (WMS) an den Standorten Heerbrugg und Wattwil werden geschlossen, rund 12 Lehrerstellen werden gestrichen. Damit spart der Kanton ab 2019 rund 1,3 Mio. Franken pro Jahr. Wirtschaftsmittelschüler müssen in Zukunft an die Kantonsschulen in St.Gallen oder Sargans. Dies sei zumutbar, sagten die Befürworter.

Die SP und die Grünen sprachen von Verlust der Chancengleichheit und Standortattraktivität im Rheintal und im Toggenburg . Ihr Streichungsantrag wurde mit 76 gegen 39 Stimmen abgelehnt.

Mehr Autonomie − weniger Leistungsvereinbarungen: Unter diesem Stichwort stehen Kürzungen von Staatsbeiträgen an die Pädagogische Hochschule, die Fachhochschule und die Universität St.Gallen.

Weniger Geld für PHSG
Die Staatsbeiträge an die Pädagogische Hochschule St.Gallen (PHSG) werden ab dem Jahr 2016 um eine Million Franken reduziert. Es sei fahrlässig, der PHSG weitere Mittel zu entziehen, nachdem bereits in den Vorjahren fünf Millionen gestrichen worden seien, kritisierten SP und Grüne. Die Qualität der Lehrer-Ausbildung werde sinken. Die Fraktion blieb mit ihrem Streichungsantrag aber chancenlos.

FHS und HSG müssen Federn lassen
Die Staatsbeiträge an die Fachhochschule St.Gallen werden ab 2016 um 3,5 Millionen Franken gekürzt. Auch die Universität St.Gallen (HSG) bekommt ab 2016 rund 3,5 Millionen Franken weniger pro Jahr. Die Streichungs-Anträge der SP/Grünen-Fraktion waren auch hier chancenlos. (sda)