Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

RORSCHACHERBERG: Zweiter Anlauf nach Kranunglück

Vor einem Jahr ist ein 72-Tonnen-Kran bei Fällarbeiten ins Mühlebachtobel gestürzt. Nun werden die Arbeiten nachgeholt. Am Werk sind dieselben Spezialisten.
Jolanda Riedener
Schockmoment: Ein Pneukran stürzte beim Heben eines Baums ins Tobel und musste aufwendig geborgen werden. (Bild: R. Hirtl (8. März 2017))

Schockmoment: Ein Pneukran stürzte beim Heben eines Baums ins Tobel und musste aufwendig geborgen werden. (Bild: R. Hirtl (8. März 2017))

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

Es war ein Schreckensmoment, als vor beinahe einem Jahr ein 72-Tonnen-Kran ins Rorschacherberger Mühlebachtobel stürzte. Ein Pneukran mit 60 Meter langen Auslegern sicherte die Bäume, die danach von Fachleuten gefällt wurden. Dabei geriet das Gefährt aus dem Gleichgewicht und fiel ins Tobel. Verletzt wurde beim Unfall niemand. Die Feuerwehr Rorschach-Rorschacherberg musste wegen auslaufendem Dieselöl eine Ölsperre erstellen.

Die Fällarbeiten, die durch den Unfall vor einem Jahr unterbrochen wurden, werden in diesen Tagen wieder aufgenommen. Heute Mittwoch starten die ersten Vorbereitungsarbeiten, ab kommendem Montag ist der Pneukran im Einsatz. «Die Vorgehensweise bleibt die gleiche wie im vergangenen Jahr», sagt Regionalförster Raphael Lüchinger, der das Projekt koordiniert. Man habe im Vorfeld des Holzschlags 2017 alle Möglichkeiten abgewogen und sich für diese entschieden. «Es ist vergangenes Jahr eine Fehleinschätzung passiert. Das bedeutet aber nicht, dass dies nicht die beste Variante ist», sagt Lüchinger.

Schwierige Begebenheiten vor Ort

Es ist ein schwieriges Gelände, in dem die Arbeiten anstehen. Einerseits sei der Zugang nicht ganz einfach: Das Gebiet ist einzig durch enge Quartierstrassen erschlossen. Weiter weist die topografische Lage technische Her-ausforderungen auf. «Das Tobel ist steil, rundherum befinden sich Gebäude und Gartenanlagen», sagt Lüchinger. Zwei spezialisierte Forstunternehmen sowie eine Firma, die den Pneukran und Kranführer stellt, werden gemäss Projektleiter in engen räumlichen Verhältnissen arbeiten. «Die Bäume werden mit dem Kran fixiert und heruntergestückt», sagt Lüchinger. Konkret heisst das: Die Bäume werden Stück für Stück zersägt und abgetragen. Einige werden auch direkt gefällt.

Das geerntete Holz wird, zurechtgeschnitten und abtransportiert. Ein Grossteil werde zu Holzschnitzeln verarbeitet und für die Energiegewinnung verwendet. Der Erlös aus dem Holzverkauf fliesse in die Projektkosten. Ein weiteres Augenmerk muss das Unternehmerteam auf den Durchlass des Mühletobelbachs legen. Der Bach fliesst nördlich unterirdisch in einer Röhre weiter, die nicht durch Äste oder Holz verstopft werden darf, da sich sonst Wasser stauen könnte.

Die gleichen Spezialisten wie vor einem Jahr im Einsatz

«Es wird für alle Beteiligten eine spezielle Situation sein», sagt Lüchinger im Hinblick auf den Unfall vor einem Jahr. Im Einsatz seien mehrheitlich die gleichen Leute wie damals, etwa sechs Mitarbeiter: «Jeder durfte für sich entscheiden, ob er am Einsatz erneut dabei sein möchte. Alle Beteiligten sind absolute Profis auf ihrem Gebiet.»

Der Auftrag für die Fällungsarbeiten ist von den verschiedenen Grundeigentümern im Gebiet Mühlebachtobel ausgegangen. «Es handelt sich hierbei nicht um ein Projekt der Waldregion», sagt Lüchinger. Diese übernehme lediglich die Koordination der Arbeiten. Nur das Wetter könnte das Projekt noch verzögern: «Wind wäre nicht gut für uns oder zu viel Schnee in den Baumkronen.»

Um die eigene Sicherheit sowie jene der Forstwarte zu gewährleisten, rät Lüchinger davon ab, die Fällarbeiten vor Ort mitzuverfolgen. «Wenn überhaupt, sollte der Holzschlag aus der Ferne beobachtet werden.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.