Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

RORSCHACHERBERG: Vereine zahlen keine Miete

Am Dreikönigsanlass begrüsste die Gemeinde ihre Bürger im neuen Jahr. Mit dabei war dieses Mal der Komiker Fabian Unteregger. Als besonders wichtig hob der Gemeinderat die Arbeit der Vereine hervor. Deshalb will er ihnen entgegenkommen.
Der Dreikönigsanlass fand in der Mehrzweckhalle statt. (Bild: Fritz Bichsel)

Der Dreikönigsanlass fand in der Mehrzweckhalle statt. (Bild: Fritz Bichsel)

Der Gemeindepräsident Beat Hirs begrüsste am Sonntagmorgen zum Dreikönigsanlass in Rorschacherberg. Der Event ist dazu da, die Gemeinschaft in der Gemeinde zu fördern. Entsprechend bestand das Programm aus Gesprächen unter Einwohnern und Unterhaltung – ohne Politik, ohne Ansprachen. Mehrere hundert Einwohner nutzen auch dieses Jahr die Gelegenheit, sich am ersten Sonntag nach Neujahr ungezwungen in der Mehrzweckhalle zu treffen.

Prominenter Gast auf der Bühne war dieses Jahr Fabian Unteregger. Der Arzt und Komiker sorgte für Stimmung, animierte die Besucher zum Mitsingen – bei einfachen Tönen mit Erfolg. Er erntete Lacher und Beifall mit der Information, dass er zwar kein Unteregger sei, sondern Zürcher – im Dialekt verwandt mit dem Gemeindepräsidenten.

Der Dreikönigsanlass war ursprünglich als einmalig gedacht, nämlich zum 25-Jahr-Jubiläum der Mehrzweckhalle. Inzwischen ist er aber feste Tradition in der Gemeinde Rorschacherberg. Bei Kindern und Eltern immerzu beliebt sind die von der Ludothek und der Pfadi gestalteten Spiele. Die Bedienung am Buffet mit Dreikönigskuchen und Getränken auf Kosten der Gemeinde übernahm wie immer die Trachtengruppe.

Danksagung an die Vereine

«Vereine sind wichtige Stützen der Gesellschaft», hielt der Gemeinderat anerkennend und dankbar fest. Deshalb unterstütze Rorschacherberg Vereine mit Räumen und Sportanlagen sowie mit Beiträgen. Einheimische Vereine können Räume oder Anlagen der Gemeinde günstiger und an zwei Tagen pro Jahr gratis benützen.

Bald müssen sie jedoch gar nicht mehr in die Kasse greifen. «Vereine mit statutarischem Sitz in der Gemeinde Rorschacherberg bezahlen für die öffentlich zugänglichen Räume und Plätze sowie das Mobiliar in der Infrastruktur keine Miete», steht im geänderten Reglement. Die Bürgerschaft stimmte zu, indem sie in der Frist bis Ende 2017 auf eine Referendumsabstimmung verzichtete. Nun gilt die Neuregelung ab dem 1. Februar.

Der Gemeinderat folgte mit dieser Änderung einem Antrag der Vereine vom Herbst 2016. Sie gilt auch für künftige Jugend- und Vereinsräume im entstehenden Feuerwehrdepot. Die Gemeinde verzichtet damit auf Mieteinnahmen von etwa 15000 Franken pro Jahr. Ausgenommen von der Änderung ist das Ferienheim der Schule in Tarasp im Unterengadin.

In diese verstärkte Förderung fallen zwei Wermutstropfen: Erstens gilt sie nur für traditionell organisierte Vereine mit Statuten, Ämtern und eingeschriebenen Mitgliedern und nur für Einheimische. Das schliesst Organisationen, die ohne solche Büro- kratie wirken, aus. Und zweitens begünstigt das Steuern der Verlagerung von der Vereinskasse zwar Auswärtige in Rorschacherberger Vereinen, nicht aber Rorschacherberger in benachbarten oder regionalen Vereinen. In der Region haben viele Vereine Mitglieder über Gemeindegrenzen hinweg. Dem könnte eine einheitliche Regelung der Mietpreise in der Region Rechnung tragen.

Fritz Bichsel

redaktionot

@tagblatt.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.