RORSCHACHERBERG: Schwierige Bergung des Unglückskrans

Die Bergung des 72-Tonnen-Krans in Rorschacherberg ist komplex. Was mit dem defekten Kran geschehen soll, ist noch offen.

Jolanda Riedener
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Der völlig demolierte Pneukran wird vorsichtig auf dem Platz abgesetzt. (Bild: Rudolf Hirtl)

Der völlig demolierte Pneukran wird vorsichtig auf dem Platz abgesetzt. (Bild: Rudolf Hirtl)

Seit dem Kranunfall vom Montag in Rorschacherberg  lau fen die Bergungsarbeiten auf Hochtouren. Ein 72 Tonnen schwerer Faltkran kippte nach dem Fällen eines Baumes ins Mühlebachtobel. Am Mittwochmorgen konnte der sechsachsige Pneukran schliesslich geborgen und abtransportiert werden. Die Bergung des defekten Kranarms dauert noch an, zehn Arbeiter sind im Einsatz.

Bild: Rudolf Hirtl
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Nach dem Arbeitsunfall, bei dem niemand verletzt worden ist,  errichtete die Feuerwehr umgehend Ölsperren, sowohl beim Mühletobelbach als auch bei der Seemündung. Diese bleiben noch bis Ende Woche bestehen. "Im Tobel befindet sich immer noch ein Hydraulikzylinder", sagt Edgar Kohlbrenner, Kommandant der Feuerwehr Rorschach-Rorschacherberg. Deshalb gebe es auch nach der ersten Bergung noch keine Entwarnung. Die Feuerwehr beobachtet die Bergungsarbeiten ständig und reagiert auf auslaufendes Öl. Auch von der Kantonspolizei St.Gallen und der Suva werden die Arbeiten begleitet. "Die Verantwortlichen leisten eine professionelle Arbeit", lobt Kohlbrenner die zuständige Firma Welti-Furrer.

Bergung erfolgt durch Spezialisten
Die Firma Welti-Furrer führt verschiedene komplexe Bergungen, zum Beispiel von Lastwagen, durch. "Die Schwierigkeit bei dieser Bergung ist das steile Gelände", sagt Dominik Marti, Geschäftsführer der Welti-Furrer Pneukran und Spezialtransporte AG. In einem ersten Schritt habe man die Situation vor Ort beurteilen müssen: Die Stabilität musste gewährleistet und der Kran gesichert werden. Vor dem Transport musste der Kran im Tobel in mehrere Teile geschnitten werden. Für die Trennarbeit wurden laut Marti Spezialisten hinzugezogen. Die Arbeiter, die im Tobel zum Einsatz kommen, seien sich gewohnt, gesichert am Seil zu arbeiten, und verfügten über eine entsprechende Ausbildung.

Was mit dem defekten Kran geschieht und ob Teile davon noch verwendet werden können,  müsse die Herstellerfirma beurteilen. Verläuft alles nach Plan, sollte die Bergung am Donnerstag, spätestens am Freitag abgeschlossen sein. Danach folgen Arbeiten am Gelände.

Wie es zum Unfall vom Montag kommen konnte, wird derzeit von einer unabhängigen Stelle untersucht.