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RORSCHACHERBERG: "Mein Sohn hatte Glück im Unglück"

Nach dem erneuten Brand eines Dachstocks im Rorschacherberg ist ein 23-jähriger Feuerwehrmann verletzt worden. Sein Vater, Kommandant der Feuerwehr Rorschach/Rorschacherberg, spricht über den für ihn speziellen Einsatz.
Alexandra Pavlovic
Edgar Kohlbrenner, Kommandant der Feuerwehr Rorschach/Rorschacherberg. (Bild: Rudolf Hirtl)

Edgar Kohlbrenner, Kommandant der Feuerwehr Rorschach/Rorschacherberg. (Bild: Rudolf Hirtl)

Herr Kohlbrenner, der 23-jährige Feuerwehrmann, der sich beim erneuten Brand verletzt hat, ist Ihr Sohn. Wie geht es ihm?
Edgar Kohlbrenner: Er hat einen gebrochenen Finger an der linken Hand, einige Prellungen sowie weitere leichte Verletzungen. Ansonsten geht es meinem Junior den Umständen entsprechend sehr gut. Er ist zur Überwachung derzeit noch im Spital, dürfte aber bald entlassen werden. Er hatte Glück im Unglück.

Wie geht es Ihnen?
Kohlbrenner:Ich bin soweit ok und einfach erleichtert, dass nichts Schlimmeres passiert ist.

Was ist das für ein Gefühl, wenn man erfährt, dass es sich beim Verletzten um ein Familienmitglied handelt? Waren Sie überhaupt noch in der Lage zu arbeiten?
Kohlbrenner: Bei einem Unfall ist man bei jedem Feuerwehrangehörigen schockiert. Bei einem Familienmitglied erschwert sich die Sache logischerweise. Ich war ziemlich nervös und angespannt. Da aber einige Feuerwehrangehörige auch ausgebildete Samariter sind, war mein Sohn in guten Händen, bis die Ambulanz eintraf. Das hat mich beruhigt. Arbeiten ausführen konnte ich nicht mehr gross - musste ich aber auch nicht. Der Vize-Kommandant hat zusammen mit dem Einsatzleiter umgehend die Verantwortung übernommen. Das Team hat tolle Arbeit geleistet.

Wie verarbeiten Sie in der Feuerwehr einen solchen Einsatz?
Kohlbrenner: Es beschäftigt die Kameraden schon. Zurück im Depot kommen wir alle nochmals zusammen und besprechen den Einsatz. Zudem haben wir die Möglichkeit, ein Care-Team aufzubieten, das uns psychologisch betreut. Das haben wir nach dem gestrigen Einsatz getan. Den Kameraden geht es gut, alle haben den Vorfall soweit verdaut.

Ihr Sohn ist aus einer Höhe von rund dreieinhalb Metern auf den Betonboden gefallen. Dies, weil er von einer auf der Baustelle schon vorhandenen Leiter herabgestiegen ist. Wie ist so etwas möglich?
Kohlbrenner: Wir haben die besagte Leiter bereits bei unserem ersten Einsatz benützt, und diese war logischerweise gesichert. Nachdem der Brand gelöscht war, hielt ein Offizier zusammen mit meinem Sohn Brandwache. Gegen Abend entdeckten die beiden in einer Ecke aufsteigenden Rauch und kontrollierten den Bereich mit der Wärmebildkamera. Der Offizier entschloss sich danach zur erneuten Alarmierung der Einsatzkräfte. Als mein Sohn vom Flachdach über die Leiter herunterstieg, ist es zum genannten Unglück gekommen. Es war einfach Pech.

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