RORSCHACHERBERG: Ein Hauch von Appenzell

Der neue Laden der Metzgerei Breitenmoser in Rorschacherberg bringt appenzellisches Flair in die Region. Das Geschäft kennt einige Geheimrezepte, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Alain Rutishauser
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Die Neueröffnung der Metzgerei in Rorschacherberg wurde am Mittwoch mit einem Apéro gefeiert. (Bild: Alain Rutishauser)

Die Neueröffnung der Metzgerei in Rorschacherberg wurde am Mittwoch mit einem Apéro gefeiert. (Bild: Alain Rutishauser)

Alain Rutishauser

alain.rutishauser@tagblatt.ch

Die Fassade ist neu gestrichen worden und passt nun farblich zum Erscheinungsbild der Metzgerei Breitenmoser. Mehrere Schilder vor dem Laden, beispielsweise ein «Sönd wöllkomm!», locken ins Fleischgeschäft. Am Mittwochabend hat Breitenmoser die Neueröffnung an der Goldacherstrasse in Rorschacherberg gefeiert. Der Fokus liegt auf Appenzeller Fleischspezialitäten. «Natürlich beschränkt sich unser Angebot nicht ausschliesslich auf Appenzell», erklärt Barbara Ehrbar, Inhaberin von Breitenmoser. «Wir haben uns auch Regionalität und Qualität auf die Fahne geschrieben.»

Die ehemalige Rosenegg-Metzgerei ist die vierte Filiale von Breitenmoser. Die erste Metzgerei wurde im Spar in Appenzell, die zweite vor rund zehn Jahren in Teufen und eine dritte Filiale vor acht Jahren in Gais eröffnet.

Trotz Konkurrenz stetig gewachsen

«Daniel Breu, unser Chefmetzger in Teufen, arbeitete zwanzig Jahre in Rorschacherberg in der Metzgerei Rosenegg», erklärt Ehrbar. «Er wies uns darauf hin, dass diese Metzgerei schliesst, und hat uns motiviert, hier eine neue Filiale zu eröffnen.» Dass die Einwohner von Rorschacherberg den Metzger Daniel Breu und andere Mitarbeiter bereits kennen, spielt der neuen Metzgerei in die Hände. «Der Kundenkontakt ist etwas vom Wichtigsten. Darum muss man sich eine Neueröffnung auch immer zweimal überlegen», erklärt Ehrbar. «Das Personal hier ist für mich fast wie ein Lottosechser. Vor allem in unserer Branche sucht man gute Leute wie eine Nadel im Heuhaufen.» Eine weitere Zutat für den Erfolg sei der Qualitätsunterschied zur Konkurrenz. «Wir fahren eine ganz andere Strategie», sagt Barbara Ehrbar. «Für uns liegt oberste Qualität an der Tagesordnung.»

In letzter Zeit wurde der regelmässige Gang zum Metzger in Österreich oder Deutschland vielen Händlern in der Schweiz zum Verhängnis. «Ich muss ehrlich ­sagen, dass wir davon nichts ­merken», verneint Ehrbar. Sie sei zehn Jahre bei Breitenmoser, seither wuchs das Unternehmen ­stetig. «Ich glaube, unsere Kundschaft ist eine treue Kundschaft, die nicht gleich der nächsten Aktion nachrennt.»