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RORSCHACH: Vergnügen mit tiefem Sinn

Der regionale Markt in Rorschach zu Gunsten von Menschen mit Beeinträchtigung erlebt etwas Wiederaufschwung. So wird ihn der VGB insieme wohl auch 2017, im 40. Vereinsjahr, wieder organisieren.
Fritz Bichsel
Emsiges Treiben, aber deutlich weniger Besucher als in früheren Jahren am Martinimarkt auf dem Rorschacher Marktplatz. (Bild: Fritz Bichsel)

Emsiges Treiben, aber deutlich weniger Besucher als in früheren Jahren am Martinimarkt auf dem Rorschacher Marktplatz. (Bild: Fritz Bichsel)

RORSCHACH. Unter Dach der Flohmarkt, um den Marktplatz Stände, in der Mitte das Karussell, Gänse und der Flohmarkt von Kindern: Dieses Bild bietet sich diesen Samstag wie seit Jahrzehnten.

Schöne Handarbeiten von Mitgliedern von Vereinen und Kindern in der Region, hochwertige Produkte aus Werkstätten des HPV – des Vereins für Behindertenhilfe in der Region – und von allen Seiten der Duft kulinarischer Spezialitäten: Auch das blieb. Ebenso freudvolles Mitwirken von Menschen mit Beeinträchtigung. Etwas aber ist anders als früher; es kommen weit weniger Besucher.

Behinderte Menschen in die Gesellschaft integriert

Menschen mit geistiger Beeinträchtigung sind in der Region Rorschach gut in die Gesellschaft integriert. Das bewirkte besonders der für sie wirkende Verein VGB insieme. Eine Schlüsselrolle hat dabei der jährliche Martinimarkt. Weil er schrumpft, denkt der Verein über eine Alternative nach. Das Anliegen von Martini müsse aber bleiben, sagt Renate Rovedo vom VGB: zu teilen, hier mit Menschen mit Beeinträchtigung, und nicht nur Geld, sondern auch das Zusammenleben.

Der 1977 gegründete VGB ging nach zwei Jahren mit dem Martinimarkt in die Öffentlichkeit. Das wurde ein Erfolg. Der Markt brachte in den besten Jahren über 80000 Franken ein. Den Erlös leitete der VGB hauptsächlich an den HPV. Dieser kam so zum nötigen Eigenkapital für Schule, Werkstätten und Wohngemeinschaften.

Ab Ende der 1990er-Jahre schrumpfte der Erlös, von noch 50000 bis auf 10000 Franken und 2015 erstmals unter diese Marke. Gründe gibt es viele: höhere Anziehungskraft grosser Adventsmärkte, weniger Freiwilligenarbeit, grösseres Angebot an Anlässen, Rückzug ins Private und vieles mehr.

Die Markttradition wird wohl weiterleben

Die traditionelle amerikanische Versteigerung bringt dieses Jahr für das Brot in Gansform 210 Franken und den jungen Besucher Tiziano aus Rorschach als Gewinner sowie für die lebende Gans 913 Franken und wie bereits zweimal zuvor Josi Meier aus Rorschach als Siegerin.

Nach ihrem grossen Einsatz vom frühen Morgen bis 18 Uhr zieht Markleiterin Renate Rovedo zufrieden Bilanz. Dutzende Freiwillige hätten erneut Grossartiges geleistet, wofür ihnen der VGB herzlich danke. An den Ständen, die sie von jenem des VGB aus überblicken konnte, sei mehr gelaufen als 2015. So erwarte sie wieder etwas mehr Nettoerlös. Das Wichtigste aber sei, dass die Begegnung der Bevölkerung mit Menschen mit Beeinträchtigung erhalten bleibe. Solange niemand «eine zündende andere Idee» finde, werde der VGB dafür weiterhin auch den Marinimarkt organisieren.

Die nun 38jährige Tradition wird also wohl weiterleben.

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