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RORSCHACH: Talente aus dem Bodenseeraum

Am Freitagabend begeisterte die Quarta 4 Länder Jugendphilharmonie im Carmen-Würth-Saal mit ihrem Premierenkonzert.
Gisela Tobler
Die jungen Musikerinnen und Musiker der Quarta 4 Länder Jugendphilharmonie konzertieren im Carmen-Würth-Saal. (Bild: Gisela Tobler)

Die jungen Musikerinnen und Musiker der Quarta 4 Länder Jugendphilharmonie konzertieren im Carmen-Würth-Saal. (Bild: Gisela Tobler)

RORSCHACH. Die über 60 jungen Musikerinnen und Musiker im Alter von 12 bis 25 Jahren kommen aus der Ostschweiz, aus Süddeutschland, Westösterreich und aus dem Fürstentum Liechtenstein. Zusammengeführt hat sie der Vorarlberger Weltklasse-Dirigent Christoph Eberle. Mit seinem Projekt Quarta 4 Länder Jugendphilharmonie möchte er Nachwuchstalente aus dem erweiterten Bodenseeraum mit symphonischer Orchesterliteratur vertraut machen und ihnen die Gelegenheit bieten zur musikalischen Weiterentwicklung und länderübergreifenden Vernetzung sowie zur Pflege des kulturellen Erbes.

In einem Intensiv-Workshop haben sich die Jugendlichen im Bregenzerwald auf ihren ersten Konzertzyklus vorbereitet. Nach der gutbesuchten Generalprobe im Riegerhaus Schwarzach fällt die Bilanz anlässlich der Premiere im Rorschacher Carmen-Würth-Saal eher ernüchternd aus. Die Anzahl der Musiker hält sich mit den Zuhörern in etwa die Waage, doch Initiant Christoph Eberle nimmt es mit Humor: «Jedes neue Orchester muss zuerst sein Publikum finden.» Das ist den jungen Musikerinnen und Musikern nur zu wünschen, denn was sie zu bieten haben, braucht den Vergleich mit gestandenen Philharmonikern nicht zu scheuen.

21jährige Solistin begeistert Publikum

Zum Auftakt erklingt die «Petite Suite» von Claude Debussy in der Fassung für grosses Orchester. Anschliessend brilliert die erst 21jährige Julia Hagen als Solistin mit Joseph Haydns Konzert in C-Dur für Violoncello und Orchester. Während des Spiels scheint sie mit ihrem Instrument zu verschmelzen, und die schnellen Läufe meistert sie mit einer unglaublichen Leichtigkeit. Ihren ersten Soloauftritt absolvierte die Salzburgerin bereits als 14-Jährige mit dem Wiener Jeunesse Orchester, danach folgten mehrere Konzerte im Ausland. Sie hat zahlreiche Cello-Wettbewerbe gewonnen, und seit vergangenem Jahr studiert sie bei J. P. Maintz an der Universität der Künste in Berlin. Das Rorschacher Publikum ist hell begeistert und belohnt die überaus talentierte Cellistin mit langanhaltendem Applaus.

Zum krönenden Abschluss erhebt der Dirigent den Taktstock zur Symphonie in G-Dur von Antonín Dvorák. Ein herrliches Werk, mit dem die Musiker nochmals alle Facetten ihres Könnens und ihre Fähigkeit zum harmonischen Miteinander zeigen. Der Applaus will nicht enden, und auch Christoph Eberle ist mit seinen jungen Schützlingen mehr als zufrieden. Er liebt es, mit den jungen Leuten zu arbeiten. «Sie sind unverdorben und voller Energie», schwärmt er, «man muss ihnen nur das Vertrauen schenken, dann geben sie alles.»

Weitere Konzerte auf dem Programm

Das Projekt Quarta 4 Länder Jugendphilharmonie wird bisher nur durch private Gönner unterstützt, unter anderem vom Würth-Haus Rorschach, das den Saal kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Nun hofft Christoph Eberle, dass sich das Orchester etabliert und seinen festen Platz im Kulturraum Bodensee findet, so dass in Zukunft auch öffentliche Gelder fliessen werden. Wer das Konzert in Rorschach verpasst hat, kann dies am kommenden Wochenende nachholen, am Freitag im Kurhaus Scheidegg oder am Samstag im Festspielhaus Bregenz. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.

Weitere Informationen unter www.quarta4.org

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