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RORSCHACH: Studie zeigt: Neue Wohnhäuser bringen Geld

Reiche Steuerzahler kann Rorschach bisher kaum anlocken. Die Stadt ist jedoch wieder attraktiv für den Mittelstand und nimmt so mehr Steuern ein. Das zeigen Zahlen von drei neuen Siedlungen.
Fritz Bichsel
Steuern von Bewohnern neuer Häuser wie hier im Langmoos übertreffen den Durchschnitt. (Bild: Fritz Bichsel)

Steuern von Bewohnern neuer Häuser wie hier im Langmoos übertreffen den Durchschnitt. (Bild: Fritz Bichsel)

Fritz Bichsel

redaktionot@tagblatt.ch

Nach starkem Rückgang wieder wachsen: Das setzte der Stadtrat als Ziel. Konkret soll Rorschach wieder mindestens 10000 Einwohner haben. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl von 8500 um gegen 800 oder neun Prozent auf knapp 9300. In dieser Zeit entstanden gut 400 neue Wohnungen, zum grossen Teil auf bereits überbauten Flächen. Bei gleichem Tempo wird das Ziel in weiteren zehn Jahren erreicht. Rascher geht es, wenn das grösste Vorhaben gelingt – die Umnutzung früherer Feldmühle-Fabriken und der Umgebung des Stadtbahnhofs für ein zweites Stadtzentrum.

Im dicht überbauten Stadtgebiet ist Wachstum fast nur noch möglich mit Umnutzung oder dichterem Bauen. Der Stadtrat lanciert und fördert laufend solche Projekte für private Investoren. Wie mehr Einwohner, gewinnt er so auch neue Unternehmen oder ermöglicht bereits hier tätigen, in Rorschach zu wachsen. Zahlt sich das finanziell aus? Ja; die Finanzlage der Stadt besserte sich. Ausgeprägt wuchsen die Steuern von Betrieben, die als Gesellschaften organisiert sind (juristische Personen). Der Anteil der Stadt verdoppelte sich hier innert zehn Jahren auf 3,5 Millionen Franken im vergangenen Jahr. Der Stadtrat baute die Verschuldung massiv ab, trotzdem konnte der Steuerfuss von 162 auf 146 Prozent gesenkt werden. Der Ertrag eines Steuerprozents stieg um gut einen Fünftel – von 117700 Franken auf im kantonalen Vergleich immer noch unterdurchschnittliche 144 200.

Die neueste Auswertung des Steueramtes zeigt: Der Anteil an Steuerzahlern mit über 100000 Franken Einkommen ist in Rorschach mit fünf Prozent nach wie vor tief. Trotzdem kommen von solchen Einwohnern 30 Prozent der Steuern auf Einkommen und Vermögen. Etwas zugenommen hat der Anteil der Steuerzahler mit 50000 bis 100000 Franken Einkommen, auf 25 Prozent und gut 40 Prozent des Steuerertrags. Tragen die vielen Neubauten zu dieser Aufwärtsentwicklung bei? Abteilungen der Stadtverwaltung untersuchten das an drei neuen Siedlungen mit unterschiedlicher Struktur. Es zeigt sich: In allen liegt der Steuerertrag über dem Durchschnitt.

«Die Resultate bestätigen die Strategie»

Am höchsten ist er im Gebiet Langmoos mit Eigentumswohnungen. In den Hochhäusern im Stadtwald mit Eigentums- und mehrheitlich Mietwohnungen liegt er gegen 15 Prozent tiefer, aber gegen 5 Prozent höher als in der Überbauung Trischli (Migros) mit Mietwohnungen. Zuzüger bezahlen im Trischli etwas mehr und in den anderen Siedlungen etwas weniger als Bewohner, die in Rorschach umzogen. «Diese Auswertung zu Wohnbau, Einwohnern und Steuern bestätigt die Strategie des Stadtrates», zieht Stadtpräsident Thomas Müller Bilanz. «Dass wir den Bau von Hochhäusern ermöglichten, erweist sich ebenfalls als Erfolg.»

Derzeit sind in grösseren Überbauungen – Seehof, Löwengarten und Pestalozzi – 145 weitere Wohnungen im Bau. Der Stadtrat und Verwaltungsbereiche bearbeiten gegen zwanzig weitere Projekte für hohe private Investitionen in Neu- oder Umbauten. Der Leiter des Bereichs Bau und Stadtentwicklung, Markus Fäh, sieht dafür genügend Nachfrage – wenn Vorhaben gestaffelt baureif werden: eine Hälfte innert sechs Jahren, die andere mit längerem Horizont. Neue Wohnungen seien bisher sehr gefragt. Und Experten schätzten das Potenzial in Rorschach auf 30 bis 40 weitere pro Jahr.

Im Vordergrund, für drei Jahre, steht die Entwicklung grösserer Bauprojekte für die Areale Stadthof bis Mariabergstrasse, Thurgauerstrasse, Scapa/Feldmühle (mit grösserem Anteil Gewerbe), Dufour- und Feldmühlestrasse beidseits des Stadtbahnhofs, Scheffel-/Industriestrasse und Wachsbleiche Süd.

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