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RORSCHACH: Schwanennest verschwunden

Das Nest, das ein Schwanenpaar am Seeufer nahe der Badhütte gebaut hat, ist weg. Warum, bleibt vorerst unklar.
Der Schwan vermisst sein Nest. (Bild: Rossella Blattmann)

Der Schwan vermisst sein Nest. (Bild: Rossella Blattmann)

Die Schwanenfamilie, die in den letzten Tagen zahlreiche Schaulustige angezogen hatte, ist nicht mehr: Das Nest, das die Schwaneneltern direkt am Wasser gebaut hatten, ist verschwunden. Ein Augenschein am Montagvormittag zeigt: Auch wenn das Nest mit den Eiern nicht mehr dort ist, befinden sich Mama und Papa Schwan nach wie vor an ihrem Platz neben der Badhütte.

«Die Schwäne merken sehr wohl, dass ihr Nest und ihre Eier weg sind», sagt Mirko Calderara, zuständiger Wildhüter für die Stadt Rorschach beim Kanton St. Gallen. Dennoch werden die Vögel eine Weile brauchen, bis sie sich von ihrem Platz lösen. Calderara hat keine Kenntnis davon, was mit dem Nest des Rorschacher Schwanenpaars geschehen ist. Dass sich das Schwanenpaar nun einen neuen Nistplatz suchen wird, hält er für unwahrscheinlich. Genau könne er es nicht sagen. Aber um an einem anderen Ort ein neues Nest zu bauen und neue Eier auszubrüten, sei es jetzt wahrscheinlich zu spät.

Bei der Stadt Rorschach wusste man am Montagnachmittag nichts vom Verschwinden des Schwanennests. Vermutlich habe der starke Föhnwind es weggeweht, sagt der stellvertretende Stadtschreiber Erich Lowiner auf Anfrage. Eine andere Möglichkeit sei, dass der starke Wellengang des Bodensees am Wochenende das Nest weggeschwemmt habe.

Auch Schwäne trauern

Christian Müller, Präsident der Voliere-Gesellschaft St. Gallen, hatte keine Kenntnis vom Schwanennest bei der Badhütte. «Die Schwäne realisieren den Verlust und leiden. Ich bin überzeugt, dass sie gerade eine Trauerphase durchleben», sagt der Tierschützer.

Für den Nestbau kehren die weissen Vögel stets an den gleichen Ort zurück. Daher würde es Müller begrüssen, wenn die Stadt Rorschach auf dem See 50 bis hundert Meter weiter aussen Ruheinseln bauen würde. «So könnten die Schwäne wieder ungestört ihre Jungen ausbrüten», sagt er.

Rossella Blattmann

rossella.blattmann@tagblatt.ch

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