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RORSCHACH: Lärmpegel soll fallen

Der Rorschacher Niklaus Looser hat eine Petition bei der Stadt eingereicht: Er fordert mehr Ruhe. Vor allem im Sommer würden die Anwohner leiden.
Jolanda Riedener
Rambazamba am Rorschacher Marktplatz: Niklaus Looser liebt die Musik, fordert aber mehr Rücksicht auf Anwohner. (Bild: Jolanda Riedener)

Rambazamba am Rorschacher Marktplatz: Niklaus Looser liebt die Musik, fordert aber mehr Rücksicht auf Anwohner. (Bild: Jolanda Riedener)

Wummernde Bässe, schreiende Kinder, bellende Hunde und grölende Partygänger: Gemütlich auf dem Balkon sitzen oder in der Nacht tiefen Schlaf finden, das ist während der Sommerzeit für die Anwohner des Rorschacher Marktplatzes nicht möglich. Dieser Meinung ist Niklaus Looser schon lange. Mehrmals hat sich der Musiklehrer deshalb bei der Stadt Rorschach beklagt. Gestern hat er die Petition «Für ein wohnliches Rorschacher Zentrum» eingereicht. Unterschrieben haben 15 Anwohner.

Reglement wird nicht durchgsetzt

«In Rorschach gibt es ein zeitgemässes Reglement über Ruhe, Ordnung und Sicherheit», sagt der 72-Jährige. Dieses werde allerdings nicht durchgesetzt. «Ich wohne im Stadtzentrum, und mir ist bewusst, dass es hier lebhaft ist», betont Looser. Die Ruhezeiten seien an dieser Lage besonders begrenzt: Es gibt rege Bautätigkeit, Lastwagen beliefern das Gewerbe schon früh am Morgen, hinzu kommen im Sommer Veranstaltungen im Freien. Die Anwohner könnten schlecht schlafen, da es auch zwischen 22 Uhr und 6 Uhr dauernd laut sei. Dadurch schränke sich die Lebensqualität ein, man sei vermehrt gestresst. «Es gibt für uns drei Möglichkeiten: mit Ohrstöpseln schlafen und sich einfach mit dem Lärm abfinden – wegziehen, obwohl man sich hier wohl fühlt, oder: sich wehren und nach einer Lösung des Problems suchen. Ich habe mich für Letzteres entschieden», sagt Looser.

An den Wochenenden nehme man die erhöhten Lärmemissionen eher in Kauf. Die Veranstaltungen vor dem Restaurant Münzhof würden donnerstags bereits um 16 Uhr mit Soundcheck starten und bis in die Nacht hinein dauern: «Es ist eine Minderheit, die sich diese Rockmusik dort anhört», sagt Looser. Nach den Konzerten werden die Festbänke zusammengeklappt, auch das störe die Nachruhe massiv. Er wünscht sich einen Kompromiss und mehr Toleranz: «Damit es für alle stimmt», sagt Looser. Er habe selber viele Konzerte gespielt und veranstaltet: mit weniger Dezibel und nicht die ganze Nacht lang. Während zehn Jahren hatte Looser auch die Konzertserie beim Pavillon veranstaltet und sich gewehrt, als die Stadt ankündigte, die Sonntagskonzerte zu streichen.

Mehr Kontrollen und wenn nötig Bussen gefordert

Bei der Stadt sei Niklaus Looser bisher auf taube Ohren gestossen. Man habe zwar vermehrt Kontrollen zugesichert, genützt hätten diese jedoch nichts. In seiner Petition fordert Looser mehr Kontrollen und entsprechende Bussen bei Ruhestörungen sowie einmal pro Monat eine Bewilligung für «Musig uf de Gass». Auch gegen unerlaubtes Parkieren auf dem Marktplatz wendet sich die Petition. Die Stadt war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, da die Verwaltung am Donnerstag geschlossen hatte.

Seit dem Herbsteinbruch sei wieder Ruhe um den Marktplatz eingekehrt. Trotzdem hofft Niklaus Looser, dass die Petition etwas bewirken wird.

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