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RORSCHACH: Jazzer lassen Funken sprühen

Swingen, grooven und jammen: Am Freitag findet die elfte Ausgabe des Oldtime-Jazzfestivals in Rorschach statt. Dann lassen sieben Schweizer Jazz-Bands in der Hafenstadt die Post abgehen.
Sandra Grünenfelder
Die Cajun Roosters locken die Gäste im «Schweizerhof» zum Tanz. (Bild: Carsten Kattau / windfall.tv Gmb)

Die Cajun Roosters locken die Gäste im «Schweizerhof» zum Tanz. (Bild: Carsten Kattau / windfall.tv Gmb)

RORSCHACH. Schon früher konnte Rolf Hofstetter nicht stillsitzen, wenn auf einem der alten US-Militärsender Deutschlands die unverkennbaren Jazzrhythmen ertönten. «Ich bin schon immer auf diese Musik abgefahren», sagt er. Der swingende Sound lässt ihn bis heute nicht los. Zum elften Mal organisiert Hofstetter am Freitag, 28. Oktober, das Oldtime-Jazzfestival am See in Rorschach. Sieben Bands spielen in sieben verschiedenen Lokalen und zaubern ab 20 Uhr New-Orleans-Stimmung in die Hafenstadt.

Im «Münzhof» begeistern die Note Noire 4et das Publikum mit ihren wilden Zigeunerklängen. Die Gruppe vermischt den klassischen Sound des Zigeunerjazz mit anderen Musikrichtungen: Vom ungarischen Csárdás über Valse Musette oder Albanische Lieder bis hin zum Swing ist alles zu hören. Ein paar Strassen weiter, im Restaurant Schweizerhof, gastieren die Cajun Roosters. Die fünfköpfige Gruppe zählt zu den authentischsten und besten Cajun- und Zydeco-Bands ausserhalb der USA. Sie verstehen es, das französische Lebensgefühl des Mississippi-Deltas musikalisch umzusetzen und eine ausgelassene Party-Atmosphäre zu schaffen.

Guter alter Swing und Ragtime

Auch bei den Chicago Swing Rats im «Seerestaurant» wird am Freitagabend die Post abgehen. Die sieben Vollblutmusiker spielen feinsten Bigband-Jazz aus den 30ern, wie ihn Bands von Bennie Goodman oder Duke Ellington gespielt haben. Auch die New Orleans Experience spielen im «Stadthof» in der Tradition der ganz grossen Jazz-Legenden wie Bunk Johnson oder George Lewis. Der Rhythmus des traditionellen New-Orleans-Jazz, den die Band spielt, ist und bleibt unwiderstehlich.

Mit einem der besten New-Orleans-Drummer treten die Creole Clarinets im Hotel Mozart auf. Marco March & the Mojo Workers katapultieren die Zuhörer im «Haus zum Falken» in die Zeit zurück, als der Alkohol aus Teetassen getrunken wurde und Al Capone für den Nachschub sorgte. Das Blues-Quartett spielt guten alten Ragtime. Natürlich darf auf dem Programm die River House Jazz Band nicht fehlen. Die Band, in der Rolf Hofstetter Waschbrett spielt, begeistert das Publikum im «Mariaberg» mit ihrem New-Orleans-Jazz. Doch welche Rolle ist Rolf Hofstetter nun lieber, jene auf oder jene hinter der Bühne? «Das ist kaum zu vergleichen», sagt er. Als Organisator sei er glücklich und zufrieden, wenn das Publikum begeistert nach Hause gehe, sich alle Bands auch so äussern würden und er in der Kasse kein Defizit feststellen müsse. Als Musiker sei das anders. «Da ist es für mich wichtig, dass es swingt, dass in der Band die Post abgeht und dieser Funke auf das Publikum überspringt. Ich denke, das ist das Erfolgserlebnis des Musikers.»

Die New Orleans Experience spielen im «Stadthof».

Die New Orleans Experience spielen im «Stadthof».

Die Chicago Swing Rats spielen feinen Big-Band-Jazz aus den 30ern.

Die Chicago Swing Rats spielen feinen Big-Band-Jazz aus den 30ern.

Gastgeber: Die River House Jazzband spielt im «Mariaberg». (Bilder: PD)

Gastgeber: Die River House Jazzband spielt im «Mariaberg». (Bilder: PD)

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