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RORSCHACH: Industrie ist bereit für ein gutes Jahr

Die grössten heimischen Unternehmen haben sich auch 2017 in einem anforderungsvollen Wirtschaftsumfeld gut behauptet. Für das angelaufene Jahr strahlen die CEOs viel Zuversicht aus.
Rudolf Hirtl
Tubenproduktion bei der Permpack AG in Rorschach. (Bild: PD)

Tubenproduktion bei der Permpack AG in Rorschach. (Bild: PD)

Das in Rorschach ansässige Unternehmen Permapack ist mit den sechs Bereichen Bau, Industrie, Retail, Non Food, Food und Cosmetics breit aufgestellt. Die Vergangenheit hat laut den Ausführungen von CEO Thomas Hansmann immer wieder gezeigt, dass die Vorteile dieser Diversifikation gegenüber gewissen Nachteilen überwiegen. So seien etwa bei Konjunkturschwankungen nie alle Abteilungen betroffen. «Im Jahr 2017 verzeichneten der Bau und die Industrie sehr gute Resultate und auch der Retail-Bereich entwickelte sich positiv. In der per Frühling 2016 neu geschaffenen Tubenproduktion hatten wir eine sehr gute Kapazitätsauslastung und erreichten unser Jahresziel», äussert sich Hansmann zufrieden. Enorm unter Druck habe Permapack bei Grossaufträgen durch Konkurrenten im Ausland gestanden. Einige Kunden hätten nicht gehalten werden können.

Gemäss CEO Thomas Hansmann hatte die Permapack in der Zeit ihres bald 60-jährigen Bestehens ein weitgehend kontinuierliches Personalwachstum, das sich in den vergangenen Jahren jedoch überproportional entwickelte. Dies habe korrigiert werden müssen und hatte wie bereits 2016 eine Reduktion von etwa 20 Vollzeitstellen zur Folge. Mit rund 400 Mitarbeitenden zählt Permapack jedoch nach wie vor zu den grössten regionalen Arbeitgebern. Das vergangene Jahr sei anspruchsvoll gewesen und die Umsatzziele wurden laut Hansmann leider nicht erreicht. Trotz allem werde das Gesamtresultat voraussichtlich besser ausfallen als im Jahr 2016.

Während die Expertengruppe des Bundes erwartet, dass sich die Schweizer Konjunktur in den kommenden Quartalen schwungvoll erholt, ist davon bei der Permapack AG noch wenig zu spüren. In der Vergangenheit haben sich laut CEO aber positive wie auch negative Entwicklungen in der Wirtschaft schon öfters mit einer zeitlichen Verzögerung auf den Geschäftsgang ausgewirkt. «Im eben angelaufenen Jahr wird sich zeigen, ob dies wieder eintreffen wird, was unter anderem von der Entwicklung des Euro-Kurses abhängig ist.»

Wie bereits in früheren Jahren bezeichnet Thomas Hansmann den immer grösseren Bürokratismus nach wie vor als eine zunehmende Belastung auch für die hiesige Wirtschaft. «Gesetze, Vorschriften, Konformitäten und eine Absicherungsmentalität, um nur einige zu nennen, treiben die administrativen Kosten in die Höhe, was die Konkurrenzfähigkeit schmälert. Eine ‹Gesetzesbremse› wäre dringend nötig.»

Wichtige Meilensteine in Goldach gesetzt

Mit der neuen Strategie und dem verstärkten Fokus auf Industriekunden konnte die Stürm SFS AG mit Hauptsitz in Goldach laut CEO Michael Thüler im Bereich Metalle (Aluminium, rostfreier Stahl) ein erfreuliches Wachstum im zweistelligem Prozentbereich beim Absatz erzielen. Im Bereich Stahl habe der Absatz vom Vorjahr gehalten werden können. «Die Industrie im Allgemeinen erfreut sich einer guten Auftragslage. Hohe Auftragsbestände deuten auf einen guten Start ins 2018 hin. Die meisten Sektoren in der Industrie, speziell der Export, haben sich sehr gut erholt und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind auch für 2018 vielversprechend», zeigt sich der CEO überzeugt.

Zudem entwickelt sich gemäss Thüler der Metallbau, speziell der Fassadenbau, weiterhin sehr erfreulich. Namhafte Projekte mit Aluminiumfassaden habe Stürm SFS gewinnen können. Der Stahlbau habe hingegen ein uneinheitliches Bild mit einem eher schwachen Start im ersten Quartal 2017 gezeigt. «Ab Sommer gab es viele grössere Projekte und im Herbst konnte von einer guten Auftragslage gesprochen werden. Für das Jahr 2018 gehen wir von einem ähnlichen Volumen aus.»
Aufgrund der guten Auftragslage ist der Personalbestand beim Stahlhandelsunternehmen in Goldach leicht gestiegen. «Wir sind mit dem abgelaufenen Jahr zufrieden. Das Resultat kann gegenüber 2016 leicht verbessert werden. Neben dem operativen Geschäft konnten wichtige Meilensteine für die Stürm SFS AG erreicht werden. Dazu gehört sicher der erfolgreiche Start des neuen Brennbetriebes mit Neubau und Modernisierung der Anlagen in Goldach. Aktuell sind wir mit dem Bau eines neuen, modernen Hochregallagers mit 3500 Lagerkassetten beschäftigt. Zusätzlich werden neue Sägen integriert. Der Produktivstart ist im April 2018 geplant. Dies soll den Standort Goldach weiter stärken», so Thüler.

Aufgrund von Indikatoren und Anzeichen im Markt zeigt er sich optimistisch für 2018. Die prognostizierten Rahmenbedingungen würden auf ein gutes Jahr hindeuten. Der steigende Eurowechselkurs unterstütze zusätzlich die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandortes Schweiz.

Und was erwartet er von der Politik? «Für uns ist es sehr wichtig, dass zwischen der EU und der Schweiz vernünftige Lösungen gefunden werden. Wir fahren täglich mit Produkten über die Grenze ins nahe Ausland oder importieren Materialien in die Schweiz.»

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